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Tschechische Eishockeyspieler und Trainer trauern um den ehemaligen National-Torwart Adam Svoboda. Der 41-Jährige hat sich am Dienstag das Leben genommen.

Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft hat über den Tod von Adam Svoboda am Dienstag während der Reise nach Bratislava erfahren, wo die WM stattfindet. Nationaltrainer Miloš Říha sagte bestürzt gegenüber dem Nachrichtenserver iSport.cz, es sei eine große Tragödie. Adam habe dem Eishockey viel geopfert und sei ein sehr netter Mensch gewesen, erklärte Říha, der Svoboda vier Jahre lang in Pardubice trainiert hat. Der Ex-Nationaltrainer Vladimír Růžička kannte Svoboda nicht nur der Nationalmannschaft, sondern auch von Slavia Prag. Adam Svoboda habe Slavia Prag 2008 zum Meistertitel gebracht, so der Ex-Nationaltrainer. Er habe die besten Erinnerungen an den Torwart, fügte er hinzu. Beim ersten Training in Bratislava hat die tschechische Nationalmannschaft zuerst eine Schweigeminute für Adam Svoboda gehalten.

Adam Svoboda stand in 32 Begegnungen im Tor der tschechischen Eishockey-Nationalmannschaft. Neben dem WM-Gold 2005 in Wien hat er ein Jahr später auch Silber bei der WM in Riga geholt. Er nahm an vier Weltmeisterschaften teil. In Tschechien spielte der Torhüter bei Sparta Prag, Pardubice, Slavia Prag, Plzeň / Pilsen und Hradec Králové / Königgrätz. Mit Slavia gewann er 2008 die Meisterschaft, und fünf Jahre später wiederholte er den Titelgewinn mit Pilsen. Adam Svoboda hat darüber hinaus im Ausland für die Ice Tigers Nürnberg, Togliatti, Timra (Schweden) und Omsk gespielt.