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Der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman hat das Grubenunglück bei Karviná / Karwin als „Tragödie“ bezeichnet. Dasselbe Wort verwendete auch der polnische Premier Mateusz Morawiecki, immerhin waren 12 der 13 getöteten Bergarbeiter aus Polen. Die Regierung in Warschau hat für Sonntag Staatstrauer angeordnet. Tschechiens Premier Andrej Babiš betonte nach seiner Ankunft am Unglücksort, dass sowohl tschechischen als auch polnischen Bergarbeitern dieselbe Entschädigung zustünde.

Auch aus dem Ausland kamen Reaktionen auf das Unglück. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach seinen Amtskollegen in Polen und Tschechien sein Beileid aus. „Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und den Angehörigen der Verstorbenen. Den verletzten Bergleuten wünsche ich von ganzem Herzen baldige Genesung. Ich wünsche ihnen alle Kraft für die vor ihnen liegende schwere Zeit“, hieß es in dem Kondolenzschreiben. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker würdigte den täglichen Mut und Einsatz aller Bergarbeiter. „In diesen schwierigen Zeiten können Tschechien und Polen auf die Unterstützung und die Solidarität der EU-Kommission zählen“, betonte der Luxemburger.

Zeman sprach den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid aus. Den Verletzten wünsche das Staatsoberhaupt schnelle Genesung, teilte ein Sprecher von Zeman mit. Auch weitere tschechische Politiker bekundeten ihr Beileid. Zu Beginn der Abgeordnetenhaussitzung in Prag hielten die Parlamentarier am Freitag eine Schweigeminute ab.