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Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg wurde am Sonntag in Hamburg mit dem Marion Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet. Der Preis wird alljährlich von der Wochenzeitung Die Zeit, der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Marion Dönhoff-Stiftung vergeben. Mit diesem Preis werden seit 2003 jährlich Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich für internationale Verständigung und für gute Beziehungen zwischen Deutschland und Osteuropa engagiert haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem die Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und Michail Gorbatschow.

Karel Schwarzenberg wurde der Marion Dönhoff-Hauptpreis für sein langjähriges Engagement auf dem Gebiet der Menschenrechte verliehen. Im österreichischen Exil habe er sich während des Kalten Krieges unermüdlich für die Menschen- und Bürgerrechte in den kommunistischen Staaten des Ostblocks eingesetzt. Zudem sei sein Auftreten für ein größeres und vereintes Europa bis heute beispielhaft, sagte der Vorsitzende der Jury, Theo Sommer, bei seiner Laudatio.

Der Preis ist nach der ehemaligen Chefredakteurin der Wochenzeitung Die Zeit, Marion Gräfin Dönhoff benannt. Bis 2010 wurde ein mit 20.000 Euro dotierter Hauptpreis für besondere Verdienste einer Person oder Institution verliehen, sowie ein mit 10.000 Euro dotierter Förderpreis für laufende Projekte. Seit 2011 ist der Förderpreis mit 20.000 Euro dotiert und der Hauptpreis wird als Ehrenpreis verliehen.