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Der tschechische Fußball steht vor einem neuen Bestechungsskandal! Wie der Internetserver Aktuálně.cz am Donnerstag berichtete, habe Schiedsrichter Tomáš Adámek in einem an den nationalen Fußballverband (FA ČR) adressierten Brief zugegeben, für die gezielte Einflussnahme auf den Verlauf eines Fußballspiels 200.000 Kronen (ca. 8.000 Euro) erhalten zu haben. Es handelt sich um ein Punktspiel der ersten tschechischen Liga aus der Vorsaison, das Plzeň / Pilsen mit 2:0 in Jablonec nad Nisou / Gablonz gewonnen hat. Zwei voneinander unabhängige Quellen des Servers haben angeblich behauptet, dass Adámek das Geld von einem damaligen Fußballfunktionär bekommen hat, der in Čáslav und bei Tábor tätig gewesen sei. Dieser Funktionär hat indes vehement bestritten, eine derartige Geldübergabe je getätigt zu haben. Die Führung des Clubs aus Pilsen hat es ebenso zurückgewiesen, in eine solche Affäre verwickelt zu sein.

Adámek hat je einen von ihm notariell beglaubigten Brief am Freitag an Verbandschef Miroslav Pelta und an den Vorsitzenden der Disziplinarkommission des Verbandes, Jiří Golda, geschickt. Von Seiten der Kommission wurde am Montag nur bestätigt, dass man von Schiedsrichter Adámek über eine mögliche Korruption in der ersten Liga informiert worden sei. Danach sei das Schreiben an die Polizei weitergeleitet worden, die den Fall jetzt untersuche, hieß es. Laut dem Server Aktuálně.cz soll Adámek eingeräumt haben, dass ihm während seiner Schiedsrichter-Karriere mehrfach Geld angeboten wurde, um nach Wunsch zu pfeifen. Dieser Verlockung habe er aber nur einmal nicht widerstanden: vor dem Spiel Jablonec – Pilsen im März dieses Jahres. Dafür sei von ihm verlangt worden, das Spiel zugunsten der Gäste aus Pilsen zu leiten, wird Adámek bei Aktuálně.cz zitiert.