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Die tschechische VW-Tochter Skoda hat Presseberichte über eine angeblich bevorstehende Einstellung von rund 1000 neuen Mitarbeitern dementiert. Die Zahl der Arbeitnehmer bei Skoda ändere sich laufend und steige derzeit, sagte Unternehmenssprecher Vladimir Sulc in einem Gespräch der Zeitung "Bohemia", das in der Dienstag-Ausgabe veröffentlicht wurde. Keinesfalls sei es aber so, dass Mitarbeiter eingestellt werden müssten, weil VW Teile seiner Produktion nach Tschechien verlege, betonte er: "Das ist absurd. Es geht lediglich um freie Kapazitäten im Motorenwerk in Mlada Boleslav, in dem einige neue Arbeitsplätze entstehen könnten." Sulc bestätigte hingegen, dass Skoda den Bau des neuen Vans "Roomster" vorantreibt. Die Fertigung erfolge möglicherweise bereits zu Jahresende im Skoda-Werk Kvasiny, wo auch das Modell "Superb" produziert wird. In Presseberichten auch in Deutschland hatte es geheißen, Skoda wolle in der Montage bis Ende 2006 rund 1500 neue Mitarbeiter einstellen und werde von Volkswagen Teile der Komponentenproduktion übernehmen.

In der Affäre um Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster wies der Betriebsrat der VW-Tochter am Dienstag offiziell Vorwürfe der Bestechung zurück. Schuster hatte im Dezember 2004 die Überweisung von 100 000 Euro auf ein Konto des Betriebsrats veranlasst, kurz darauf war sein Vertrag verlängert worden. Die Überweisung, die für ein Skoda-Gewerkschaftshaus bestimmt sei, sei auf Grund einer Vereinbarung unter anderem mit Skoda und der Stadt Mlada Boleslav erfolgt, sagte ein Sprecher. Der Betriebsrat sei informiert gewesen. Zudem habe die Verlängerung von Schusters Engagement nicht tschechischen Stellen zugestanden, sondern allein der Skoda-Mutter VW.