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Als Bestätigung der Lebensfähigkeit der Nordatlantik-Allianz bewerteten der tschechische Präsident Vaclav Klaus und Premierminister Stanislav Gross am Dienstag in Brüssel den Ausgang des NATO-Gipfels. Meinungsverschiedenheiten im Einzelnen, wie sie in der letzten Zeit aufgetreten seien, bedeuteten keinesfalls eine Beeinträchtigung der transatlantischen Beziehungen in ihren Fundamenten, sagte Klaus nach Ende des fünfstündigen Treffens, an dem auch US-Präsident George W. Bush teilnahm. Premierminister Gross unterstrich, dass die NATO auch in Zukunft eine Schlüsselrolle für die Stabilität Europas spielen werde.

Nach dem Nato-Gipfel fand in Brüssel noch ein Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs statt. Auf einer Pressekonferenz Abend wies Klaus darauf hin, dass Bush mehrfach betont habe, dass Europa ein wichtiger Partner für die USA sei. Um die transatlantischen Beziehungen zu charakterisieren, zitierte Klaus auch den deutschen Bundeskanzler Schröder: Ein starkes Europa sei kein Gegner, sondern ein besserer Partner der USA, hatte Schröder in Brüssel gesagt.

Am Rande des Nato-Gipfels hatte Klaus auch kurz mit US-Präsident Bush und Außenministerin Condoleezza Rice sprechen können. Bush habe danach gefragt, wie es Tschechien gehe und was es Neues gebe und seine Hoffnung geäußert, dass Tschechien die anfallenden Probleme schnell und rechtzeitig lösen können, fasste Klaus das Gespräch zusammen. Premierminister Gross fügte an, er habe zwischen Klaus und Bush "nicht einmal den Schatten" einer Verstimmung bemerkt. Eine USA-Reise von Präsident Klaus sei vorbereitet und werde kommen. Im Vorfeld des Treffens war wiederholt von einer Verärgerung Bushs über Klaus berichtet worden, da der tschechische Präsident den Irak-Krieg abgelehnt hatte.