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Mit orkanartigen Stürmen und zum Teil starken Regenfällen hat an diesem Wochenende in Tschechien der kalendarische Frühling Einzug gehalten. Die höchsten Windspitzen im Lande wurden auf der Schneekoppe (Snezka) im Riesengebirge und auf dem Milleschauer (Milesovka) im Böhmischen Mittelgebirge mit jeweils 133 Stundenkilometer gemessen, gleich hinter der böhmisch-sächsischen Grenze wurden für den Fichtelberg im Erzgebirge sogar 144 Kilometer pro Stunde gemessen. Außer gerissenen Stromleitungen, umgeknickten Bäumen und abgedeckten Dächern wurden in ganz Tschechien jedoch keine großen Schäden registriert. Menschen wurden bei den Unwettern nicht verletzt. Dafür haben die hohen Temperaturen der vorangegangenen Tage und die damit einsetzende Schneeschmelze mehrere Bäche und Flüsse drastisch ansteigen lassen. In Hostinné im Riesengebirgsvorland musste für die dort durchfließende Elbe am Sonntagvormittag bereits die dritte und damit höchste Hochwasserwarnstufe ausgerufen werden. Auch an der Jizera und an weiteren Wasserläufen im Riesen- und Adlergebirge sind die Pegel weiter im Ansteigen begriffen. Dennoch rechnen die Meteorologen in den nächsten Tagen nicht mit einer Fortsetzung des vorfrühlinghaften Wärmeeinbruchs, sondern mit einem Rückgang der Tageshöchsttemperaturen von bis zu 12 Grad Celsius im Flachland bzw. um die drei Grad in den Höhenlagen der böhmischen und mährischen Mittelgebirge. Dort sollte es auch noch zu vereinzelten Schneefällen oder aber zu Schneeregen kommen.