Weltenergierat-Index: Tschechien auf Platz 16

03-10-2019

Gegenüber 2018 bedeutet dies eine Verbesserung um fünf Plätze.

Illustrationsfoto: seagul, Pixabay / CC0Illustrationsfoto: seagul, Pixabay / CC0 Der Weltenergierat (The World Energy Council – WEC) hat am Mittwoch sein neuestes Ranking veröffentlicht. In diesem sogenannten World Energy Trilemma Index werden drei Grundparameter bewertet, die in einem natürlichen Konflikt miteinander stehen: die sichere Versorgung, der Zugang zu bezahlbarer Energie und die Nachhaltigkeit in der Erzeugung und im Verbrauch von Energie.

Den ersten Platz belegt die Schweiz, gefolgt von Schweden und Dänemark. Tschechien mit seinem 16. Rang reiht sich direkt hinter den USA ein und noch vor zum Beispiel Spanien oder Italien. Österreich kommt auf Platz sieben und Deutschland auf neun.

In allen drei bewerteten Bereichen konnte sich Tschechien relativ weit oben platzieren. Am besten war das Abschneiden bei der sicheren Energieversorgung, dort gelangte man sogar in die Top Ten der Welt. Bei der Nachhaltigkeit hat das Land den größten Sprung gemacht. Sie konnte seit dem Jahr 2000 um 52 Prozent verbessert werden, und nur vier weitere Staaten weltweit haben im selben Zeitraum noch stärker zugelegt.

Tomáš Prouza (Foto: Jana Přinosilová, Archiv des Tschechischen Rundfunks)Tomáš Prouza (Foto: Jana Přinosilová, Archiv des Tschechischen Rundfunks) Die Ergebnisse kommentierte der Präsident des tschechischen Verbandes für Handel und Reiseverkehr, Tomáš Prouza, gegenüber der Presseagentur ČTK:

„Wir haben einige bedeutende westeuropäische Volkswirtschaften hinter uns gelassen, und zu den USA fehlen uns nur 0,7 Punkte. Positiv bewertet wurden alle Maßnahmen hierzulande, die sich auf Versorgungssicherheit, Effizienz und Luftreinhaltung auswirken. Dennoch besteht weiter Raum für eine schnellere Umstellung auf kohlearme Energiewirtschaft.“

In Tschechien kommt immer noch rund die Hälfte des Stroms aus Kohle. Der Anteil der Erneuerbaren lag im vergangenen Jahr bei 6,17 Prozent. Ansonsten setzt Prag auf Atomkraft. Ihr Anteil am Energiemix lag 2018 bei knapp 37 Prozent.

03-10-2019