Weihnachtskarpfen wird teurer und kleiner

Die anhaltende Trockenheit werden die Tschechen auch zu Weihnachten zu spüren bekommen. Denn die Karpfenernte fällt bescheidener aus als in den vergangenen Jahren.

Petr Havel (Foto: Jan Bartoněk, Archiv des Tschechischen Rundfunks)Petr Havel (Foto: Jan Bartoněk, Archiv des Tschechischen Rundfunks) Am Freitag kündigten die Fischereibetriebe aus Südböhmen und weiteren tschechischen Regionen an, dass sie die Preise für Karpfen im Herbst anheben wollen. Ein Kilogramm des Fisches soll mindestens 100 Kronen (knapp vier Euro) kosten. Das bedeutet eine Steigerung von sieben bis zehn Prozent je nach Anbieter.

Dabei sagt der Vorstandsvorsitzende Rudolf Provázek von der Vertriebsgesellschaft Fish Market aus dem südböhmischen Třeboň / Wittingau: „Das alles hat schon im vergangenen Jahr begonnen und sich in diesem Jahr fortgesetzt. Weitere Kreise wie Westböhmen, Ostböhmen und Südmähren haben sogar noch größere Probleme als wir in Südböhmen.“ Agraranalytiker Petr Havel teilte zudem der Presseagentur ČTK mit, dass wegen des Wassermangels die Fische teilweise nicht so wachsen konnten wie normalerweise.

Karpfenernte am Teich Rožmberk (Foto: ČTK / Petr Skřivánek)Karpfenernte am Teich Rožmberk (Foto: ČTK / Petr Skřivánek) Noch höher liegen die Preise für die Export-Fische. Tschechien liefert vor allem an Polen, den wichtigsten Abnehmer, sowie an Ungarn und Deutschland.

Am Freitag hat am größten tschechischen Teich Rožmberk / Rosenberg bei Třeboň die diesjährige Karpfenernte begonnen. Sie soll drei Tage lang dauern. Aus dem 647 Hektar großen Gewässer will man rund 150 Tonnen Fisch holen, das sind etwa zehn Tonnen weniger als im vergangenen Jahr.