Vodafone darf Internetanbieter UPC übernehmen

19-07-2019

Vodafone darf das Kabelgeschäft von Liberty Global in Deutschland, Rumänien, Ungarn und Tschechien übernehmen. Das hat die EU-Kommission am Donnerstag entschieden. Hierzulande fällt damit der Internetanbieter UPC an den britischen Mobilfunkanbieter.

Foto: Kristýna Maková, Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio PragFoto: Kristýna Maková, Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prag Vodafone darf in Tschechien das schnelle Kabelnetz von UPC übernehmen. Laut der EU-Kommission muss Vodafone dafür ein gesamtes Paket von Verpflichtungen umsetzen. Die Transaktion im Wert von 18,4 Milliarden Kronen (719 Millionen Euro) ist eine der größten Akquisitionen in der Geschichte von Vodafone. In Tschechien versorgen die Briten bisher 3,9 Millionen Kunden mit Internet und Mobilfunkdiensten.

Den Kabelnetzbetreiber UPC nutzen hierzulande rund 1,4 Millionen Haushalte. Die Tochter von Liberty Global hat Fernsehdienste, Turbointernet sowie Festnetztelefonie im Portfolio. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen einen Nettogewinn von 1,94 Milliarden Kronen (77,6 Millionen Euro) erwirtschaftet.

Die Marke UPC gibt es seit 2000 auf dem tschechischen Markt. Liberty Global bietet hier aber schon seit 1991 seine Dienste am, damals noch unter dem Namen Cable Plus. 2016 schloss sich die tschechische UPC mit der slowakischen Zweigstelle zusammen.

Im Jahr 2015 hatte der britische Konzern Liberty Global über 27 Millionen Kunden in 14 Ländern der Welt.