Standort Tschechien weltweit auf Platz 35

Die neue Studie „Doing business“ der Weltbank zeigt, dass in manchen Bereichen es Unternehmer hierzulande sehr schwer haben.

Foto: allispossible.org.uk via Foter.com / CC BY-NCFoto: allispossible.org.uk via Foter.com / CC BY-NC Für den aktuellen Standortbericht hat die Weltbank ihre Methodik verändert. Deswegen seien Vergleiche zu früheren Ergebnissen irreführend, berichtete die Presseagentur ČTK am Donnerstag. Aus den Daten geht deutlich hervor, wo Tschechien gut und wo es schlecht ist. Bei den Bedingungen für den Außenhandel gab es sogar den ersten Rang unter den 190 bewerteten Ländern. Viel schwerer ist es hingegen, hierzulande ein neues Unternehmen zu gründen Da landete Tschechien auf Rang 115, einen Platz übrigens vor Deutschland.

Am schlechtesten bewertet wurde das Einholen einer Baugenehmigung: Platz 156. Damit befindet sich das Land auf dem Niveau des Niger oder von Venezuela. In Tschechien dauere es im Schnitt 246 Tage, bis man alle Genehmigungen beieinander habe, so die Studie. Das ist viermal so lang wie beim Sieger in der Kategorie, Hongkong.

Alena Schillerová (Foto: ČTK / Roman Vondrouš)Alena Schillerová (Foto: ČTK / Roman Vondrouš) Besser sieht es im Bereich Steuerzahlung aus. Dabei wird sowohl bewertet, wie schwer oder leicht die Steuererklärungen auszufüllen sind, als auch die Steuerbelastung. Die Tschechische Republik liegt hier auf Platz 45. So sank etwas die Zeit, die man in Firmen zum Ausfüllen einer Steuererklärung braucht. Im Schnitt waren es 230 Stunden im Jahr. Finanzministerin Alena Schillerová (parteilos) sagte in einer Reaktion auf das Ergebnis, „eine Vereinfachung des Steuersystems“ bleibe weiter ihre „eindeutige Priorität“.

Bester Wirtschaftsstandort ist laut der Studie übrigens Neuseeland, gefolgt von Singapur und Dänemark. Tschechien ist mit dem 35. Platz nicht das beste Land in Mittel- und Osteuropa, sondern Polen auf Rang 33. Weiter hinten liegen die Slowakei (Platz 42) und Ungarn (Platz 53). Überflügeln konnte man jedoch die Schweiz (Platz 38). Weiter vorne liegen indes Deutschland (Platz 24) und Österreich (Platz 26).