Staat unterstützt Bauern bei Bewältigung von Dürre

Die Entschädigung für die Schäden durch die anhaltende Trockenheit soll bis zu zwei Milliarden Kronen (78 Millionen Euro) betragen.

Foto: N. Müller, Pixabay / CC0Foto: N. Müller, Pixabay / CC0 Die Regierung hat auf ihrer Sitzung in dieser Woche eine Entschädigung für Bauern und Obstbauern gebilligt, die von der extremen Dürre in diesem Sommer betroffen waren. Der Staat werde 1,1 Milliarden Kronen (43 Millionen Euro) an das sein Ressort zur Deckung der Dürre-Schäden auszahlen, teilte Landwirtschaftsminister Miroslav Toman (parteilos) mit. 850 Millionen Kronen (33 Millionen Euro) stünden dabei noch aus dem Haushalt vom vergangen Jahr zur Verfügung, ergänzte Toman. 2017 sei nicht die gesamte Entschädigungssumme ausgeschöpft worden.

Der Gesamtumfang der diesjährigen Dürre-Schäden in der Landwirtschaft wird auf elf Milliarden Kronen (426 Millionen Euro) geschätzt. Die höchsten Schäden entstanden bei den Erträgen von Futterpflanzen (5,2 Milliarden Kronen), weiter bei Getreide (1,9 Milliarden Kronen), Zuckerrüben (1 Milliarde Kronen), Obst und Gemüse (700 Millionen Kronen), Hopfen (600 Millionen Kronen), Kartoffeln (500 Millionen Kronen) und Mohrrüben (500 Millionen Kronen).

Foto: StockSnap, Pixabay / CC0Foto: StockSnap, Pixabay / CC0 Das tschechische Landwirtschaftsministerium plant die Errichtung eines Fonds für schwer versicherbare Risiken. Damit soll verhindert werden, dass die Regierung die Kompensationen jedes Jahr verabschieden muss.

Nach den Entschädigungsregeln der Europäischen Union können Hilfsgelder ausgezahlt werden, wenn der Dürre-Schaden höher als 30 Prozent des durchschnittlichen Jahresertrags liegt. Eine weitere Bedingung ist, dass die Beihilfe maximal 80 Prozent des Schadens beträgt. Die Landwirte müssen zudem belegen, dass sie mindestens die Hälfte ihrer Anbaufläche versichert haben.