Siemens erhält Zuschlag für Metro-Instandhaltung

Siemens soll sich um die U-Bahnen auf der ältesten Linie der Prager Metro kümmern. Ein entsprechender Vertrag wurde vergangene Woche unterzeichnet.

Wagenzug vom Typ M1 (Foto: Lenka Žižková)Wagenzug vom Typ M1 (Foto: Lenka Žižková) Full Service soll Siemens auf der Prager Metro-Linie C leisten. Die Verkehrsbetriebe der tschechischen Hauptstadt (DPP) haben mit dem Maschinenbauer aus München einen Vertrag über 15 Jahre abgeschlossen. Damit wird ein bestehender Auftrag aufgefrischt, der im kommenden Jahr ausläuft. Das bestätigte DPP-Chef Martin Gillar am Montag gegenüber dem Tschechischen Fernsehen.

Siemens soll sich um 53 U-Bahn-Garnituren vom Typ M1 kümmern, die auf der ältesten Prager U-Bahn-Linie verkehren. Das schließt laut den Verkehrsbetrieben auch eine Erneuerung der Fahrgestelle mit ein, mit denen es in der Vergangenheit Probleme gegeben. Insgesamt müssen 530 Fahrgestellrahmen ausgetauscht werden, die Kosten belaufen sich dem städtischen Unternehmen zufolge auf knapp 500 Millionen Kronen (19,4 Millionen Euro) ohne Mehrwertsteuer.

Insgesamt hat der Vertrag einen Wert von 7,5 Milliarden Kronen (290 Millionen Euro). Laut DPP-Chef Gillar war eine Vergabe des Auftrags an Siemens alternativlos. Die M1-Wagen auf der Linie C stammen nämlich alle von einem Konsortium aus Siemens, der tschechischen ČKD Praha und der Daimler-Verkehrstechniksparte Adtranz, wobei Siemens alleiniger Inhaber der technischen Dokumentation zu den Garnituren ist. Die U-Bahnen für die anderen beiden Prager Metro-Linien wurden hingegen von Škoda Transportation aus dem westböhmischen Plzeň / Pilsen gebaut.