Privatanbieter übernehmen weitere Bahnstrecken

Das Verkehrsministerium hat private Anbieter für den Betrieb auf manchen Bahnstrecken hierzulande ausgewählt. Die Bahngesellschaften planen Millionen-Investitionen in neue Züge.

Foto: Pavel Hrdlička, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0Foto: Pavel Hrdlička, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 Ab Dezember wird Arriva den Betrieb auf vier Strecken sicherstellen. Es handelt sich um die Bahnstrecken Prag – Tanvald / Tannwald, Kolín – Nový Bor / Haida, Prag – Rakovník und Prag – Příbram – České Budějovice / Budweis. Auf diesen Trassen sollen Motorzüge der Deutschen Bahn eingesetzt werden, also des Mutterkonzerns von Arriva. Insgesamt soll es sich um 27 Zugeinheiten handeln, die vor dem Einsatz noch modernisiert werden, wie Arriva-Sprecher Martin Farář am Donnerstag mitteilte. Die Firma plant auch eine Aufstockung ihres Personals um etwa 100 Personen. Die Fahrpreise würden nicht nach Kilometern berechnet, sondern für konkrete Strecken fest bestimmt, so der Sprecher weiter.

Auch das tschechische Unternehmen RegioJet rechnet mit einer Erweiterung seines Zugskontingents und mit Investitionen in neue Züge, Lokomotiven und Personal. Konkrete Pläne werden Anfang kommenden Jahres vorgestellt. Der Anbieter wird die Züge zwischen Brno / Brünn und Bohumín / Oderberg neu betreiben.

Foto: Falk2, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0Foto: Falk2, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 Zudem setzten sich Arriva und RegioJet auch in der Ausschreibung für die Bedienung einiger Nahverkehrs-Strecken durch, unter anderem im Kreis Ústí nad Labem / Aussig und in der Umgebung von Prag.

Das Verkehrsministerium hat die Anbieter für konkrete Bahnstrecken durch eine direkte Zuteilung bestimmt. Im Auswahlverfahren wurden die Angebote der Tschechischen Bahn und der alternativen Anbieter verglichen.