Prager Verkehrsbetriebe planen Modernisierung

Neue Züge, Renovierungen und längere Trassen – die Prager Verkehrsbetriebe haben ihre Visionen bis zum Jahr 2020 vorgestellt.

Straßenbahntrasse Barrandov-Slivenec (Quelle: Archiv der Prager Verkehrsbetriebe)Straßenbahntrasse Barrandov-Slivenec (Quelle: Archiv der Prager Verkehrsbetriebe) Die Prager Verkehrsbetriebe (DPP) wollen in den kommenden zwei Jahren viel investieren. Was sich das städtische Unternehmen alles vorgenommen hat, darüber informierte Geschäftsführer Martin Gillar in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Bescheiden muss der Bus- Tram- und Metrobetreiber dabei nicht sein, immerhin haben die Verkehrsbetriebe im vergangenen Jahr von der Stadt einen Zuschuss von knapp 13,5 Milliarden Kronen (530 Millionen Euro) bekommen.

Bei Bus und Tram haben die Verkehrsbetriebe vor allem die Außenbezirke der tschechischen Hauptstadt und die Umwelt im Blick. Vor allem der Westen der Stadt soll mit neuen Trassen enger an das Zentrum angebunden werden. So sollen die Bewohner der Vorstädte Libuš, Slivenec oder Dědina künftig mit der Tram in Richtung Zentrum fahren können. Außerdem will der DPP den Busfuhrpark um weitere Elektrofahrzeuge erweitern.

Aufzug in der U-Bahn-Station (Foto: ŠJů, Wikimedia Commons, CC BY 4.0)Aufzug in der U-Bahn-Station (Foto: ŠJů, Wikimedia Commons, CC BY 4.0) Die größten Investitionen planen die Verkehrsbetriebe aber in die Metro. Und dabei geht es nicht nur um die Vorbereitungen der neuen Trasse D vom Süden der Stadt in Richtung Florenc. Wann die neue Strecke indes stehen könnte, das wagte Gillar nicht zu sagen. Der Fokus liege nun vor allem auf geologischen Untersuchungen, so der DPP-Chef.

Bei den bestehenden Stationen der Prager U-Bahn wollen die Verkehrsbetriebe behindertengerechter werden. Von 61 Stationen der Metro sind nämlich gerade einmal 45 barrierefrei zugänglich. Zunächst sollen die Bahnsteige in den Stationen Flora, Jiřího z Poděbrad a Českomoravská per Aufzug erreichbar sein, für die letzten beiden und den Halt Opatov plant der DPP sogar eine Generalsanierung. Kosten soll das Ganze rund 1,8 Milliarden Kronen (70,4 Millionen Euro).

Insgesamt dürfen sich die Prager aber noch auf ein weiteres Bonbon, und zwar soll auf Teilen der roten Trasse C schon bald mobiles Surfen im Internet möglich sein.