Papierproduktion in Tschechien im Aufwind

29-10-2019

Die Umsätze der Papierproduzenten in Tschechien haben im vergangenen Jahr zugelegt. Im Vergleich zu 2017 sind sie um 2,5 Prozent auf 86,4 Milliarden Kronen (3,32 Milliarden Euro) gestiegen. Sie waren damit sogar um 61 Prozent höher als im Krisenjahr 2009.

Illustrationsfoto: Bundesarchiv, Bild 183-W1015-015 / Gahlbeck, Friedrich / CC-BY-SA 3.0Illustrationsfoto: Bundesarchiv, Bild 183-W1015-015 / Gahlbeck, Friedrich / CC-BY-SA 3.0 Die Zahlen stammen von Aufstellung des Industrie- und Handelsministeriums sowie des Tschechischen Statistikamtes, die nun von der Presseagentur ČTK veröffentlicht wurden. Das Jahr 2018 könne aus Sicht er tschechischen Produzenten und Verarbeiter von Papier und Karton als verhältnismäßig erfolgreich bezeichnet werden, hieß es im Bericht des Ressorts für Industrie- und Handel. Die tschechische Wirtschaft ist laut Bericht in einer guten Verfassung, was ein wachsender Verbrauch von Verpackungen und Verpackungspapier zur Folge habe. Der Gesamtverbrauch von Papier und Karton betrug in Tschechien im vergangenen Jahr mehr als 1,55 Million Tonnen. Das sind satte 150 Kilo pro Kopf. Im Vergleich mit 1993 ist das ein Anstieg von 150 Prozent.

Die Produkte der Papierhersteller werden in allen Bereichen der verarbeitenden Industrie gebraucht – vor allem in der Polygrafie und bei der Produktion von Verpackungen, einschließlich der wiederverwertbaren Varianten. Die Produktion stützt sich auf erneuerbare Rohstoffe und auf Sekundärrohstoffe (Altpapier) vor allem tschechischer Herkunft. Zu den größten heimischen Papierproduzenten gehören dem Industrie- und Handelsministerium zufolge KRPA Paper, Lenzing Biocel Paskov, Mondi Štětí, OP papírna, Smurft Kappa Czech, DS Smith Packaging CR und Kimberly-Clark.

Der Export von Papierprodukten stieg im vergangenen Jahr im Vergleich mit dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf ein Volumen von 61,5 Milliarden Kronen (2,36 Milliarden Euro). Fast 20 Prozent der Produkte wurden nach Deutschland exportiert, als weitere Zielländer folgten Polen, die Slowakei, China, Italien, Österreich und Frankreich.

29-10-2019