Neuer Förderzeitraum für EWR-Fonds in Prag eröffnet

20-02-2019

Tschechien erhält bis 2024 weitere fünf Milliarden Kronen (195,3 Millionen Euro) aus den EWR-Fonds und den Norwegischen Fonds.

Foto: VinceB, CC BY-SA 3.0Foto: VinceB, CC BY-SA 3.0 Im Prager Planetarium wurde am Mittwoch der dritte Förderzeitraum offiziell eröffnet. Die Vertreter der einzelnen Länder unterzeichneten bei dieser Gelegenheit zudem Abkommen über Programme im Kultur- und Umweltbereich. Wie die stellvertretende Finanzministerin Tschechiens Lenka Dupáková (parteilos) erklärte, werden im dritten Förderzeitraum vor allem Projekte unterstützt, die sich auf Forschung, Umweltschutz, das Kulturerbe und die Zusammenarbeit im Kulturbereich, die Gesundheitspflege, Bildung und die Zusammenarbeit in der Justiz konzentrieren. Besonders im Fokus stehen Dupáková zufolge die Menschenrechte, die Eingliederung der Roma in die Gesellschaft sowie die Entwicklung der Zivilgesellschaft.

Robert Kvile (Foto: YouTube Kanal der norwegischen Botschaft in Prag)Robert Kvile (Foto: YouTube Kanal der norwegischen Botschaft in Prag) Seit 2004 hat Tschechien mehr als sechs Milliarden Kronen (234,3 Millionen Euro) aus den EWR-Fonds und den sogenannten Norwegischen Fonds erhalten. Aus diesen Fonds wurden rund 1000 Projekte finanziert. Es handelte sich beispielsweise um Instandsetzungen historische Baudenkmäler, die Verbesserung der Dienste in Krankenhäusern oder den Umweltschutz. Er sei erfreut darüber, dass alle Beteiligten die Grundwerte teilen, auf die sich die Fonds stützen, erklärte der norwegische Botschafter in Prag, Robert Kvile. Zu diesen Grundwerten gehörten die Respektierung der Menschenrechte und die gegenseitige Toleranz, ergänzte Kvile.

Der EWR-Mechanismus, EEA Grants genannt, dient zur Verringerung des wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichts innerhalb von Europa. Durch die EWR-Fonds und die Norwegischen Fonds tragen auch Norwegen, Island und Liechtenstein zur Stärkung der Zusammenarbeit mit 15 EU-Ländern bei. Die Empfänger der Fördergelder sind vor allem die Länder Mittel-, Ost- und Südeuropas.

20-02-2019