Mehr Reisende und weniger Güter auf der Schiene

27-08-2019

Die staatlichen Tschechischen Bahnen (ČD) haben im ersten Halbjahr einen Gewinn von 441 Millionen Kronen (17,23 Millionen Euro) vorweisen können. Das ist im Jahresvergleich ein Zuwachs um 179 Millionen Kronen (7 Millionen Euro). Die Wirtschaftsergebnisse wurden am Dienstag vor Journalisten in Prag präsentiert.

Foto: Archiv der Tschechischen BahnenFoto: Archiv der Tschechischen Bahnen Insgesamt 91,6 Millionen Passagiere sind im ersten Halbjahr mit den Zügen der Staatsbahn gereist, das war um 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Personenverkehr erzielte einen Gewinn von 85 Millionen Kronen (3,32 Millionen Euro). Dazu beigetragen haben vor allem gestiegene Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf sowie eine strengere Kontrolle der Kosten.

Seit September letzten Jahres gelten im öffentlichen Verkehr ermäßigte Preise für Schüler, Studenten und Senioren in Höhe von 25 Prozent des Normaltarifs. Die Zahl der beförderten Personen stieg vor allem auf den Fernlinien, insbesondere bei den Verbindungen von Prag nach Ostrava / Ostrau, Brno / Brünn, Hradec Králové / Königsgrätz und Ústí nad Labem / Aussig. „Die durchschnittliche Reiseentfernung lag im ersten Halbjahr bei 46 Kilometern. Das belegt, dass die Zahl der Kunden steigt, die die Bahn zu Business- und zu Freizeitreisen nutzen“, kommentierte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Radek Dvořák. Die Auslastung der Züge stieg um einen Prozentpunkt auf 30 Prozent.

Foto: Robert Linder / freeimagesFoto: Robert Linder / freeimages Demgegenüber sank der Gütertransport. Der Gewinn in diesem Bereich lag bei 270 Millionen Kronen (10,55 Millionen Euro), das ist um 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Für diesen Abfall sorgten vor allem höhere Energiepreise sowie höhere Kosten und Investitionen. Die Staatsbahn hat insgesamt 33,4 Millionen Tonnen Güter befördert.

Im Jahr 2018 haben die Tschechischen Bahnen einen Gewinn von fast 1,2 Milliarden Kronen (46,88 Millionen Euro) erwirtschaftet, das war um 200 Millionen Kronen (7,81 Millionen Euro) mehr als im Jahr 2017.

27-08-2019