Mehr Beamte für mehr ukrainische Arbeiter

Tschechien erhöht die Obergrenze für Arbeitnehmer aus der Ukraine. Damit wächst auch der Beamtenapparat.

Illustrationsfoto: Michal Jarmoluk, Pixabay / CC0Illustrationsfoto: Michal Jarmoluk, Pixabay / CC0 Es ist eine der Maßnahmen der Regierung gegen den Arbeitskräftemangel in Tschechien. Mit dem Programm „Ukrajina“ sollten 20.000 Arbeiter aus der Ukraine ins Land geholt werden. Bei der guten Wirtschaftslage reicht das aber schon lange nicht mehr, weshalb das Programm nun auf 40.000 Arbeitnehmer aufgestockt werden soll. Tschechische Unternehmen suchen laut aktuellen Zahlen des Statistikamtes 320.000 Beschäftigte. Deshalb könnte auch Serben oder Mongolen der Zugang zum tschechischen Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Den Run bestätigt auch die Wirtschaftskammer. 2018 habe sich die Zahl der Interessenten im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, erklärt der Wirtschaftskammersprecher Miloslav Diro. Und auch in diesem Jahr erwarte man einen Anstieg. Gesucht werden vor allem Arbeiter in der Produktion, Handwerker oder Fahrer.

Foto: Tschechisches FernsehenFoto: Tschechisches Fernsehen Den Staat stellt der Ansturm aber auch vor Probleme. Bereits jetzt beschweren sich die heimischen Unternehmen über lange Wartezeiten für neue Arbeitskräfte, da die Bürokratie nur sehr schleppend arbeitet. Das Innenministerium hat deshalb angekündigt, ihren Beamtenapparat massiv aufzustocken.

Laut einem aktuellen Strategiepapier des Ressorts will man insgesamt 110 neue Stellen in den betroffenen Arbeitsbereichen schaffen. Auch das Außenamt will mehr Personal in den jeweiligen diplomatischen Vertretungen, weshalb man sieben neue Stellen ausgeschrieben hat. Zudem will die Regierung selbst zehn neue Arbeitsinspekteure beschäftigen.