Längster Eisenbahntunnel Tschechiens eröffnet

Das 4150 Meter lange Bauwerk wird die Fahrt zwischen Plzeň / Pilsen und Prag um knapp zehn Minuten verkürzen.

Tunnel bei Ejpovice (Foto: ČTK / Miroslav Chaloupka)Tunnel bei Ejpovice (Foto: ČTK / Miroslav Chaloupka)

Tunnel bei Ejpovice (Foto: ČTK / Miroslav Chaloupka)Tunnel bei Ejpovice (Foto: ČTK / Miroslav Chaloupka) Am Freitag fuhr erstmals ein Passagierzug durch den neuen Tunnel bei Ejpovice. Allerdings war es nur eine Testfahrt, noch bis 8. Dezember verkehrt auf dem Abschnitt ein Schienenersatzverkehr. Dann tritt jedoch der Winterfahrplan in Kraft, und alle schnelleren Züge auf der Strecke werden den Tunnel nutzen. Das gilt sowohl für den Passagier- als auch den Frachtverkehr.

Der Bau gehört zur Modernisierung der Fernverkehrsstrecke zwischen Prag und dem westböhmischen Cheb / Eger. Insgesamt 6,8 Milliarden Kronen (260 Millionen Euro) musste die tschechische Schienenwegverwaltung (SŽDC) in das Projekt investieren. Bisher ist eine Durchfahrtsgeschwindigkeit von bis zu 160 Stundenkilometern erlaubt. Damit verkürzt sich die Fahrt zwischen Pilsen und Rokycany von 20 auf 11 Minuten.

Jiří Svoboda (Foto: Archiv SŽDC)Jiří Svoboda (Foto: Archiv SŽDC) Prinzipiell will Tschechien gerne in Zukunft an das Hochgeschwindigkeitsnetz in Europa angebunden werden. Auch das sei berücksichtigt worden, betonte SŽDC-Generaldirektor Jiří Svoboda am Freitag bei der Probefahrt:

„Der Tunnel ist ausgelegt für den künftigen Betrieb in Hochgeschwindigkeit. Das heißt, dass Züge dort auch mit bis zu 200 Stundenkilometer durchfahren können.“

Mit den schnellsten bisherigen Zügen der Tschechischen Bahn dauert die Fahrt zwischen Prag und Pilsen inklusive neuem Tunnel insgesamt 1 Stunde 20 Minuten.