Gute Zeiten für Familienunternehmer

Betriebe in Familienbesitz haben in Tschechien den größten Ertragsanstieg seit 2007 verzeichnet.

Illustrationsfoto: joefrogger, Panoramio, CC BY-SA 3.0Illustrationsfoto: joefrogger, Panoramio, CC BY-SA 3.0 Insgesamt 69 Prozent der Familienunternehmen bilanzieren das zu Ende gehende Jahr mit zunehmenden Erträgen. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als 2017. Dabei rechnen 84 Prozent dieser Firmen auch für die Zukunft mit höheren Einnahmen. Dies ergibt sich aus einer Untersuchung der Beratungsfirma PwC.

Am besten geht es derzeit den tschechischen Familienunternehmen in erster Generation. 44 Prozent von ihnen kommen im Jahr 2018 auf eine zweistellige Ertragserhöhung. Einige der erfolgreichen Firmen haben gemeinsame Merkmale. Dazu gehören unter anderem ein Plan für Ertrag und Kosten, die erwartet werden, sowie verankerte Firmenwerte und eine klare Unternehmensvision.

Zenon Folwarczny (Foto: Archiv PwC)Zenon Folwarczny (Foto: Archiv PwC) Familienfirmen der vierten und fünften Generation sind hierzulande hingegen selten. Dazu Zenon Folwarczny von PwC: „Nur in einem Drittel der Fälle gelingt es nämlich, die Firma auf die nächste Generation zu übergeben. Nur etwa vier Prozent der Firmen bestehen über vier Generationen hinweg und nur ein Prozent über fünf Generationen.“

Trotz der positiven Erwartungen stehen die Besitzer von Familienbetrieben vor mehreren Risiken. Das sind vor allem die nötigen Erneuerungen und Innovationen sowie der Mangel an Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt. Dabei sind sich die Familienunternehmer durchaus dessen bewusst, was technologische Erneuerungen wie Automatisierung, künstliche Intelligenz und 3-D-Druck künftig mit sich bringen werden. Das bedeutet, dass 57 Prozent der Firmen planen, ihre digitalen Fähigkeiten zu verbessern. Und 53 Prozent von ihnen wollen externe Experten in ihre unternehmerische Tätigkeit einbeziehen.