Getreideernte geht zu Ende – so früh wie selten

Wegen der Trockenheit dürften die Erträge unter dem Umfang der vergangenen Jahre liegen, allerdings könnte dies durch höhere Preise kompensiert werden. Dies sagte der Vorsitzende des Landwirtschaftsverbandes, Martin Pýcha, der Presseagentur ČTK.

Foto: Štěpánka BudkováFoto: Štěpánka Budková Wegen des warmen Frühjahrs und Sommers waren die tschechischen Bauern bereits Ende Juni mit den Maschinen auf die Felder gefahren. Mittlerweile ist 93 Prozent des Getreides in den Schobern. In fast allen tschechischen Regionen steht das Ernteende unmittelbar bevor, nur in den Kreisen Liberec, Karlovy Vary und Mährisch-Schlesien geht es langsamer voran. Zum Vergleich: Anfang August vergangenen Jahres war erst die Hälfte der Arbeit gemacht. Die Landwirte sind demgegenüber jetzt um zwei bis drei Wochen voraus.

Laut Pýcha steuert der Ernteumfang auf ein Gesamtergebnis zu, das beim langjährigen Durchschnitt liegt. Dabei liegen die Erträge teils sehr unterschiedlich – je nachdem welche Gegend wie viel Niederschlag abbekommen hat. Insgesamt seien bereits 6,15 Millionen Tonnen Gerste, Roggen, Weizen und Hafer eingefahren, konkretisierte der Verbandschef.

Beim Weizen lobte Martin Pýcha die Qualität, vor allem die Winter-Getreidesorten seien gut gediehen, hieß es. Die größten Hektareinbußen gibt es wohl bei der Wintergerste. Dort liegt der Ertrag bisher bei 5,07 Tonnen je Hektar. Das sind 0,67 Tonnen je Hektar weniger als im vergangenen Jahr.