Fleischproduktion: Mehr Rind, weniger Schwein

30-01-2020

Die Fleischproduktion in Tschechien ist im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent gestiegen, sie lag insgesamt bei 450.774 Tonnen. Diese Zahlen wurden am Donnerstag vom Statistikamt veröffentlicht.

Foto: Jai79, Pixabay / CC0Foto: Jai79, Pixabay / CC0

Im vergangenen Jahr sind 238.800 Rinder in Tschechien geschlachtet worden. Sie erbrachten 72.892 Tonnen Rindfleisch, das sind 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. „Diese mäßige Steigerung im Jahresvergleich wurde trotz der sinkenden Zahl der Masttiere erreicht, und zwar in Folge einer geringeren Ausfuhr und einer gestiegenen Einfuhr von Schlachttieren“, erläuterten die Statistiker an.

Insgesamt wurden 40.640 Tonnen Rindfleisch für den tschechischen Markt importiert, das ist ein Zuwachs von 6,8 Prozent. Exportiert wurden 12.725 Tonnen, also 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das importierte Rindfleisch kam vor allem aus den Niederlanden, Deutschland, Polen und Irland. Die tschechischen Exporte gingen vor allem in die Slowakei, aber ebenso in die Niederlande und nach Polen. Die Preise für Rindfleisch sank um 2,7 Prozent.

Die letztjährige Schweinefleischproduktion lag gegenüber dem Vorjahr 2018 um 0,6 Prozent niedriger, konkret bei 209.604 Tonnen. Es wurden 2,3 Millionen Tiere geschlachtet, das sind 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Preise der Schlachtschweine stiegen um 16,6 Prozent, deutlich teurer wurde auch das Schweinefleisch als solches. Eine noch größere Menge an Schweinefleisch – exakt 270.204 Tonnen – wurde importiert. Die Lieferungen kamen vor allem aus Deutschland, Spanien, Polen und Belgien. Die Exportmenge stieg um 0,6 Prozent auf 28.147 Tonnen, die Empfänger saßen vor allem in der Slowakei.

Die Produktion von Geflügel stieg um 2,3 Prozent auf 168.044 Tonnen. Der Durchschnittspreis lag 0,7 Prozent höher als im Jahr 2018. Die Einfuhr, insbesondere aus Polen und Ungarn, sank um 5,6 Prozent auf 108.995 Tonnen. Auch der Export ging zurück, und zwar um 18,4 Prozent auf 18.445 Tonnen. Die größten Absatzmärkte waren die Slowakei, Deutschland und Österreich.

30-01-2020