Coronavirus: Erste Hamsterkäufe in Tschechien

27-02-2020

Supermarktketten und Online-Shops in Tschechien verzeichnen seit einigen Tagen eine erhöhte Nachfrage nach bestimmten haltbaren Lebensmitteln. Laut den Anbietern hängt dies mit der Verbreitung des Coronavirus in den Nachbarstaaten zusammen.

Foto: Jaroslav MachFoto: Jaroslav Mach Die Hyper- und Supermarktkette Tesco meldet eine erhöhte Nachfrage nach Teigwaren, Reis, Mehl, Konserven und Öl. Auch die Globus-Hypermärkte verzeichnen ein ungewöhnlich großes Interesse an bestimmten Lebensmitteln. „Wir hoffen auch weiterhin, dass es keinen Grund zur Panik gibt, wie in einer Erklärung der Weltgesundheitsorganisation erklang“, teilte am Mittwoch Globus-Sprecherin Rita Gabrielová mit. Die Kette treffe entsprechende Maßnahmen, um die Nachfrage zu befriedigen und für den eventuellen Schutz der Mitarbeiter zu sorgen, so die Sprecherin.

Auch die Supermarktkette Kaufland meldet eine höhere Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln. Kurzfristig könnten diese Produkte in den Regalen fehlen, sagte die tschechische Kaufland-Sprecherin Renata Maierl am Mittwoch. „In der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten arbeiten wir intensiv daran, die Waren in unserer Supermarktkette anbieten zu können“, fügte sie hinzu.

Die Supermarktkette Albert verzeichnet ebenfalls einen rasanten Verkaufsanstieg bei Öl, Reis, Teigwaren und weiteren Trockenlebensmitteln. Man erhöhe die Bestellungen und Lieferungen, sagte der Leiter der Presseabteilung von Albert, Jiří Mareček, am Mittwoch. Zugleich sagte er, dass die höhere Nachfrage nur einige Tage lang andauern dürfte, bis die Kunden genügend Lebensmittelvorräte haben.

Der Besitzer des Online-Shops Rohlík.cz, Tomáš Čupr, sagte gegenüber dem Nachrichtenportal Forbes.cz, dass bei Leberpasteten, Hülsenfrüchten, Teigwaren und Kindernahrung der Verkauf fünf Mal höher liege als zuvor. Die Warenausstattung für eine Woche sei an einem Tag verkauft worden. Über neue Lebensmittelvorräte sollte der Onlineshop schon am Donnerstag verfügen, ließ Čupr wissen, bis Freitag versprach er Vorräte für mehrere Wochen.

27-02-2020