ČEZ investiert in Firmen mit Technologie für eCar-Sharing in Städten

30-08-2017

Der tschechische Energiekonzern ČEZ hat durch seine Tochtergesellschaft Inven Capital bedeutende Anteile an der französischen Firma Vulog gekauft. Das gab der Sprecher der ČEZ-Sektion für erneuerbare Energien, Martin Schreier, am Mittwoch über die Nachrichtenagentur ČTK bekannt. Der finanzielle Umfang der Transaktion wurde von ihm nicht genannt. Vulog sei ein Globalplayer für das eCar-Sharing in Städten, erklärte der Sprecher.

Foto: Barbora NěmcováFoto: Barbora Němcová Wie französische Medien am Mittwoch berichteten, habe die Firma Vulog für ihre weitere internationale Entwicklung zuletzt rund 17,5 Millionen Euro erhalten. Neben Inven Capital treten dabei auch die britische Gesellschaft Frog Capital und ETF Partners sowie die französische Firma Bpifrance als Investor auf. Bpifrance stellt das Geld dabei über den Fonds für Ecotechnologies zur Verfügung.

„Die junge Generation der 20- bis 30-Jährigen sieht im Erwerb eines Autos schon keinen gesellschaftlichen Wert mehr. Viel lieber teilen sie sich Autos anhand ihres momentanen Bedarfs. Auch Eltern mit Kindern kaufen sich immer weniger ein zweites Auto für die Familie, sie leihen sich die Wagen vielmehr aus. Der weltweite Markt des sogenannten Carsharings wächst ständig. Wir erwarten, dass er bis zum Jahr 2020 auf das Vierfache des heutigen Stands anwachsen wird“, sagte der Generaldirektor von Inven Capital, Petr Míkovec.

Nach Aussage von ČEZ-Sprecher Schreier stehe die Akquise in vollem Einklang mit den bisherigen Aktivitäten des Konzerns auf dem Feld der Elektromobilität. „ČEZ ist der mit Abstand größte Betreiber von öffentlichen Ladestationen im Inland. Von den insgesamt 71 Ladestellen sind 26 Schnellladestationen, die eine Fahrzeugbatterie von herkömmlicher Kapazität binnen 20 bis 30 Minuten aufladen“, informierte Schreier.

30-08-2017