BMW-Teststrecke: Prag gewährt Investitionsanreize

Mit knapp 530 Millionen Kronen (20 Millionen Euro) will der tschechische Staat eine Investition des bayerischen Autobauers fördern. Nahe Sokolov / Falkenau plant der Konzern ein Zentrum für autonomes Fahren.

Visualisierung der BMW-Teststrecke (Foto: Archiv BMW)Visualisierung der BMW-Teststrecke (Foto: Archiv BMW) Wie BMW angekündigt hat, sollen in den kommenden sieben Jahren rund 200 Millionen Euro in das Projekt fließen. Die geplante Teststrecke entsteht in einem ehemaligen Tagebau. Für die Deutschen ist der Ort attraktiv, weil er nahe der Grenze liegt, verkehrstechnisch gut angebunden ist und die Topographie des Geländes stimmt.

Die tschechische Seite ist wiederum froh über die Investitionen in eine eher strukturschwache Gegend. Deswegen hat das Regierungskabinett von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Mittwoch einem Paket von Investitionsanreizen zugestimmt. Den größten Batzen darin machen Steuererleichterungen aus sowie Zuschüsse zum Kauf des Geländes. Der Rest sind Zuschüsse zur Ausbildung und Umschulung von Arbeitskräften sowie zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Foto: Falcon® Photography, Flickr, CC BY-SA 2.0Foto: Falcon® Photography, Flickr, CC BY-SA 2.0 In Sokolov will BMW sowohl teilautomatisierte als auch vollautomatisierte Autos testen. Im Fokus stehen dabei Assistenzsysteme zur Kollisionsvermeidung. Dafür sollen über 100 Kilometer neuer Straße auf dem Gelände entstehen.

Bis Ende 2019 soll der Konzern aus München die Baugenehmigung für die Anlage erhalten. Ab 2022 ist der Betrieb geplant. Dabei rechnet BMW mit rund 250 neuen Arbeitsplätzen für die Gegend. Allerdings liegen die Arbeitslosenzahlen dort derzeit nicht sonderlich hoch: Im September meldeten die Arbeitsämter für den Bezirk Sokolov eine Rate von 3,7 Prozent an Menschen ohne Beschäftigung.