Wirtschafts-Wochenrückblick: 11. bis 17. März

18-03-2015

Die Zahl der Franchise-Ketten in Tschechien nimmt weiter zu, und auf der anderen Seite verschwindet eine weitere Einzelhandelskette endgültig aus Tschechien. Dies sind nur einige der Wirtschaftsthemen der vergangenen Woche. Die ausführlichen Informationen dazu sind im aktuellen WirtschaftsCzech zusammengefasst, es sind Meldungen vom 11. bis 17. März 2015.

Marek Halfar (Foto: Archiv BVV)Marek Halfar (Foto: Archiv BVV) Die Zahl der Franchise-Unternehmen ist in Tschechien im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf nunmehr 246 gestiegen. Wie aus einem Bericht der Beraterfirma Profit system hervorgeht, konnten sich innerhalb der letzten vier Jahre zunehmend ausländische Franchise-Firmen auf dem tschechischen Markt etablieren. Der Anteil tschechischer Firmen liegt derzeit bei 58 Prozent, ausländische Unternehmen behaupten 42 Prozent des Franchise-Marktes.

Wie Marek Halfar von Profit system mitteilte, haben sich im vergangenen Jahr viele ausländische Firmen in Tschechien niedergelassen. Dennoch sei zu erwarten, dass der tschechische Anteil langfristig auf etwa 65 Prozent steigen werde. Als Trend sei weiterhin zu beobachten, dass sich viele vormals unabhängige Firmen auf das Franchise-Modell einließen, so Halfar.

Quelle: YouTubeQuelle: YouTube Die meisten Franchise-Ketten in Tschechien verkaufen Kleidung und Schuhe. Damit haben sie die vormals führende Gastronomie-Sparte überholt. Als anhaltenden Trend bezeichnet Profit system den Erfolg tschechischer Franchise-Unternehmen im Ausland. Im vergangenen Jahr waren 43 tschechische Franchise-Ketten international vertreten.

 

Honeywell liefert Komponenten für den Luftverkehr (Foto: Archiv US-Air Force, Public domain)Honeywell liefert Komponenten für den Luftverkehr (Foto: Archiv US-Air Force, Public domain) Nicht nur tschechische Franchise-Unternehmen weiten sich aus, sondern auch der Konzern Honeywell. Dieser wird in Brno / Brünn rund zehn Million US-Dollar investieren und 300 Arbeitnehmer einstellen. Am vergangenen Donnerstag hat die Firma in der mährischen Messestadt drei neue Forschungs- und Entwicklungslabors in Betrieb genommen. In den nächsten Monaten werden weitere fünf Labors eröffnet. Damit entsteht in Brünn das größte Forschungszentrum Europas. Das gaben Vertreter des internationalen Konzerns mit Sitz in Morristown (New Jersey, USA) vergangenen Donnerstag in Brünn bekannt.

Honeywell hat sein Entwicklungszentrum in Brünn im Jahr 2003 eröffnet. Die Firma liefert Komponenten für den Luftverkehr, die Autoindustrie sowie für den Sektor Automatisierung und Steuerung für Haushalte und Industrie. Die neuen Labors in Brünn sollen zwei Schlüsselbranchen der Firma – den Luftverkehr sowie den Sektor Automatisierung und Steuerung –voranbringen. Insgesamt arbeiten in Tschechien 4000 Beschäftigte für Honeywell.

 

Foto: Harold, Wikimedia CC BY-SA 3.0Foto: Harold, Wikimedia CC BY-SA 3.0 Das Unternehmen Iveco Czech Republic hat im vergangenen Jahr 3288 Autobusse hergestellt – das ist ein neues Rekordergebnis in der Geschichte der Firma. Schon im Jahr 2013 hatten die Fahrzeugbauer aus dem ostböhmischen Vysoké Mýto / Hohenmaut mit 3165 produzierten Bussen eine neue Bestmarke aufgestellt, schreibt die Wochenzeitschrift „Ekonom“ in ihrer Ausgabe vom vergangenen Montag.

Die Firma hat im Jahr 2014 einen Erlös von mehr als 14,5 Milliarden Kronen (ca. 530 Millionen Euro) erzielt. Das ist ein Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die meisten seiner Autobusse exportiert das tschechische Iveco-Unternehmen traditionell nach Frankreich, im letzten Jahr waren es 1640 Fahrzeuge.

Foto: Archiv Iveco Czech RepublicFoto: Archiv Iveco Czech Republic Iveco ist ein italienischer Nutzfahrzeughersteller aus Turin und Teil des Fiat-Konzerns. Die Firma Iveco Czech Republic wurde am 1. Juli 1993 gegründet, sie ist das Ergebnis der Privatisierung des Staatsunternehmens Karosa. In dem Unternehmen waren im vergangenen Jahr etwas mehr als 3100 Arbeitnehmer beschäftigt.

 

Foto: ČT24Foto: ČT24 Während der Nutzfahrzeughersteller einen Zuwachs verzeichnen kann, verschwindet eine österreichische Einzelhandelskette endgültig aus Tschechien. Ab diesem Mittwoch gehören die Marken „Spar“ und „Interspar“ in Tschechien der Vergangenheit an. Dann wird das letzte Geschäft der österreichischen Einzelhandelskette den neuen Namen „Albert“ erhalten. Damit wird die Übernahme der 49 tschechischen Spar-Filialen durch den niederländischen Ahold-Konzern vollendet. Dies gab Albert-Chef Jesper Lauridsen am vergangenen Dienstag bekannt.

Foto: Archiv AholdFoto: Archiv Ahold Der Ahold-Konzern hat im vergangenen Jahr hierzulande seinen Umsatz um 5,3 Prozent steigern können, das Gesamtergebnis lag bei 1,52 Milliarden Euro. Durch die Einbindung der ehemaligen Spar- und Interspar-Filialen kam es im vierten Quartal vergangenen Jahres sogar zu einer Umsatzsteigerung von über 32 Prozent.

18-03-2015