Renaissance für Mineralwässer aus Vratislavice

Die Firma Kitl produziert bisher Sirupe sowie Medizin- und Honigweine, sie möchte nun aber auch das Mineralwasser von Vratislavice / Maffersdorf wieder anbieten.

Das Hauptgebäude der Mineralwasseranlage (Foto: Kateřina Fialová CC BY-SA 4.0)Das Hauptgebäude der Mineralwasseranlage (Foto: Kateřina Fialová CC BY-SA 4.0) Denn der Getränkehersteller plant, seine Sirupe künftig auch in jenem Betrieb zu fertigen, in dem früher das Mineralwasser von Maffersdorf (Maffersdorfer Sauerbrunn) abgefüllt wurde. Die Kapazitäten von Kitl am Firmensitz im nordböhmischen Jablonec nad Nisou / Gablonz reichen nicht mehr aus. Dies teilte der Kitl-Geschäftsführer Jan Vokurka am Donnerstag mit.

Es habe sich gezeigt, dass die Mineralquelle in Vratislavice hochwertig sei, sagte Vokurka. Seinen Worten zufolge können aber nur 24 Liter Mineralwasser pro Minute geschöpft werden. Dies sei eine Kleinproduktion, deswegen seien bisher alle Versuche um die Wiederbelebung der Mineralwasserproduktion nach 1989 gescheitert, sagte der Geschäftsführer. Doch Kitl möchte in Zukunft auch das Maffersdorfer Mineralwasser wieder anbieten.

Nach der Wende wechselte das Betriebsgelände in Vratislavice mehrmals den Besitzer. Mittlerweile ist es sehr heruntergekommen. Laut Presseberichten werden Investitionen in der Höhe von mehreren Millionen Kronen notwendig sein, um das Gelände in Stand zu setzen.

Firma Kitl aus Jablonec wurde 2007 gegründet. Im vergangenen Jahr produzierte sie Sirupe sowie Medizin- und Honigweine im Wert von 43 Millionen Kronen (1,67 Millionen Euro). Das Sortiment und die Produktion wachsen jedes Jahr. Zu den beliebtesten Produkten gehört der Himbeersirup, in diesem Jahr wird neu auch Sirup aus schwarzen Johannisbeeren hergestellt. An heißen Sommertagen steige die Nachfrage nach den Sirupen besonders, teilte Vokurka mit.