Region Ústí im Fokus: Tschechisch-Deutsche Kulturtage Dresden starten

22-10-2015

Es sind insgesamt 100 Veranstaltungen mit 250 Künstler, die sich in und um Dresden und Ústí nad Labem / Aussig präsentieren. Am Mittwoch gab es den offiziellen Startschuss zu den 17. Tschechisch-Deutschen Kulturtagen, derzeit läuft aber noch der sogenannte Prolog. Das Hauptprogramm startet am 29. Oktober und dauert bis 15. November. Auf deutscher Seite organisiert wird das Festival tschechisch-deutscher Kultur von Reinhard Heßlöhl von der Brücke/Most-Stiftung. Welches sind die Schwerpunkte der Kulturtage in diesem Jahr?

Herr Heßlöhl, am Mittwoch haben offiziell die Tschechisch-Deutschen Kulturtage begonnen. In diesem Jahr richtet sich Ihr Fokus auf den Kreis beziehungsweise auf die Region Ústí. Wie macht sich das im Programm bemerkbar?

„Ganz einfach dadurch, dass es 30 Veranstaltungen sind, die sich mit dem Fokus Region Ústí beschäftigen. Das zeigt sich besonders auf der Dresdner Seite. Es gibt aber beiderseits der Grenze eine ganze Reihe Veranstaltungen mit deutschen und tschechischen Künstlern, also sowohl aus Sachsen als auch aus Böhmen, und dabei besonders aus der Region Ústí.“

Im Bereich Film haben Sie einen Schwerpunkt zu Jiří Menzel. Was ist zu dem Oscar-Regisseur geplant?

Jiří Menzel (Foto: Martin Špelda, Archiv des Tschechischen Rundfunks)Jiří Menzel (Foto: Martin Špelda, Archiv des Tschechischen Rundfunks) „Wir werden fünf seiner erfolgreichen Filme zeigen, das genaue Programm lässt sich auf unserer Homepage finden. Vor allem ist aber wichtig, dass wir Herrn Menzel persönlich im Dresdner ‚Programmkino Ost‘ am 7. November empfangen dürfen. Dort wird er bei ‚Körners Corner – Reden über Film‘ zu Gast sein. Darauf sind wir sehr stolz, der Regisseur wird ein Interview für die Öffentlichkeit geben, und nach dem Gespräch wird noch ein Film gezeigt.“

Musik ist auch immer ein wichtiges Element der Kulturtage. Dabei zeigen Sie unter anderem sozusagen die grenzsprengende Kraft der Musik. Wie kommt das zum Vorschein?

Nordböhmische Philharmonie Teplice (Foto: Archiv der Philharmonie)Nordböhmische Philharmonie Teplice (Foto: Archiv der Philharmonie) „Zum Beispiel bei der feierlichen Eröffnung am gestrigen Mittwoch auf der tschechischen Seite. Da spielten die Gruppe ‚Stilbruch‘ und die Nordböhmische Philharmonie Teplice, was übrigens gut besucht war, gut ankam, es gab stehende Ovationen. Die Band kommt aus Dresden, es sind drei junge Männer – Cello, Gesang, Geige und Schlagzeug. Sie haben dann etwas kombiniert mit den Philharmonikern aus Tschechien aufgeführt, es handelte sich um eine spezielle Zusammenarbeit im künstlerischen Bereich für die Kulturtage. Zudem sind wir aus Dresden mit einem Bus und zirka 30 bis 40 Leuten hinübergefahren, um dieses Konzert zu besuchen.“

Gibt es vielleicht eine Veranstaltung im Programm, auf die Sie ganz besonders hinweisen wollen?

„Natürlich. Auf Dresdner Seite beispielsweise das Alumni-Konzert mit Stipendiaten der Brücke/Most-Stiftung und des DAAD am 28. Oktober, dem tschechischen Nationalfeiertag, an der Musikhochschule Dresden. Und auch immer wieder sehr interessant ist ein grenzüberschreitendes Konzert, erneut mit der Philharmonie aus Teplice, am 18. November in der Musikhochschule. Dort musizieren unter anderem ehemalige und aktuelle Stipendiaten der Musikhochschule. Das ist wirklich eine Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Das Konzert wird dann einen Tag später, am 19. November, in Teplice wiederholt.“

 

Das Programm der Tschechisch-Deutschen Kulturtage finden Sie unter www.tschechische-kulturtage.de.

22-10-2015