Nachhaltige Zukunft: deutsche und tschechische Jugendliche im Dialog

Das Deutsch-Tschechische Jugendforum ermöglichte auch dieses Jahr wieder jungen Tschechen und Deutschen Erfahrungen auszutauschen, um gemeinsam Zukunft zu gestalten. Herausgekommen sind vielfältige Projekte. Seit Januar arbeiteten 30 Jugendliche aus beiden Ländern an verschiedenen Themen. Mit dabei waren die beiden Vereinsmitglieder Anne Liebscher und Henrike Bernhardt. Im Interview berichten sie worauf es ankam.

Anne Liebscher (Foto: Archiv des Deutsch-Tschechischen Jugendforums)Anne Liebscher (Foto: Archiv des Deutsch-Tschechischen Jugendforums) Das Forum wurde 2001 ins Leben gerufen, mit dem Ziel auch die junge Generation in den Dialog beider Länder stärker mit einzubinden. Wie die Zusammenarbeit funktioniert und sich der Verein zusammensetzt, erläutert Anne Liebscher:

„Das Deutsch-Tschechische Jugendforum besteht aus 30 jungen Leuten, jeweils zur Hälfte anteilig aus beiden Ländern. Die Amtszeit dauerte diesmal ein Jahr. Die 30 Jugendlichen bilden fünf Arbeitsgruppen zu sechs Personen. Die einzelnen Gruppen sind binational gleich aufgeteilt. Es ist also alles bunt gemischt bei uns. Die einzelnen Gruppen bearbeiten verschiedene Projekte, z.B. in Kultur, Politik oder Bildung.“

Henrike Bernhardt (Foto: Archiv des Deutsch-Tschechischen Jugendforums)Henrike Bernhardt (Foto: Archiv des Deutsch-Tschechischen Jugendforums) Die Zusammenarbeit habe diesmal unter dem liebschLeitthema „Nachhaltige Entwicklung - nachhaltiges Europa“ gestanden, betonte Henrike Bernhardt. Dazu wurden verschiedene Themen und Projekte realisiert. Unter dem Motto „konstruieren statt konsumieren“, hätten die Jugendlichen beispielsweise aus gesammelten Altkleidern neue genäht, um diese modisch wieder aufzupeppen, erzählt Liebscher. Ihre Kollegin Henrike Bernhardt leitete die AG-Wirtschaft:

„Meine Arbeitsgruppe befasste sich mit verschiedenen Fragenstellungen über die deutsch-tschechischen Wirtschaftsbeziehungen, im Hinblick auf Nachhaltigkeit und die zukünftige Gestaltung des Dialogs. Dafür gab es Treffen mit Experten. Aus den Gesprächen ergaben sich weitere Workshops. In einer daran anknüpfenden öffentlichen Diskussion wurde darüber debattiert, wie viel Europa wir eigentlich brauchen. Inwieweit also nützt dieser europäischer Rahmen aus deutscher und tschechischer Perspektive.“

Die Bewerbungsphase für die nächste aktive Phase des Vereins läuft gerade an. Wer sich bewerben kann und wie man Mitglied wird, schildert Bernhardt:

„Bewerben können sich Jugendliche aus Deutschland oder Tschechien im Alter von 16 bis 25 Jahren. Die aktuelle Ausschreibung wird über die Homepage veröffentlicht. Letztes Jahr sollte man sich dafür auf verschiedene Weise mit dem Leitthema auseinandersetzen und der Lebenslauf wird natürlich gefordert. Die Auswahl unter den Bewerbern treffen dann unsere beiden Trägervereine auf deutscher und auf tschechischer Seite.“

In diesem Jahr lag der Fokus thematisch auf nachhaltigem Handeln. Doch es gebe bereits Pläne für die kommende Amtszeit, verrät Anne Liebscher. Dann wird sich alles Rund um das Thema Bildung drehen. Dabei sollen viele Möglichkeiten entstehen, neue Projekte zu gestalten und den Dialog zwischen der jungen Generation Tschechiens und Deutschlands erfolgreich weiterzuführen.