Deutschland sucht akademischen Nachwuchs - 3 tschechische Schulen wurden in eine Partner-Initiative aufgenommen

19-09-2008

Die Anforderungen an junge Menschen in der heutigen Zeit sind groß: Sie sollen mobil sein, flexibel und immer offen für Neues. Dazu gehört auch, das ganze Leben hindurch zu lernen. Neue Sprachen zum Beispiel. Dieser Prozess beginnt schon in der Schule. Genau dort hat das Goethe Institut eine Chance gesehen und ein neues Projekt ins Leben gerufen. Monique Leistner weiss mehr.

Da stehen sie nun: 8 Schülerrinnen und Schüler aus tschechischen Hochschulen, Gymnasien und Mittelschulen. Bis vor ein paar Wochen waren sie noch Fremde, heute verbindet sie eine gemeinsame Erfahrung. Ein Sprachaufenthalt in Deutschland. Über das Projekt: „Schulen: Partner der Zukunft“ haben sie aber nicht nur Deutsch gepaukt, während draussen die Sonne geschienen hat. Sie haben auch viel erlebt. Am Mittwoch trafen sie sich in der Deutschen Botschaft als Vetreter ihrer Schulen mit Fachleuten des Prager Goethe Instituts und dem deutschen Botschafter Helmut Elfenkämper. Dabei unterschrieben sie die Zusammenarbeit im Rahmen einer neuen Initiative. Genaueres darüber erklärt die Leiterin der Spracharbeit am Goethe-Institut Prag, Dr. Heike Uhlig:

„Die Initiative ´Schulen: Partner für die Zukunft´ist in diesem Jahr von Bundesaußenminister Frank-Walther Steinmeier ins Leben gerufen worden. Von deutscher Seite sind das Goethe-Institut Prag, die Zentralstelle für Auslandsschulwesen und der Deutsche Akademische Auslandsdienst beteiligt.“

Diese Beteiligten haben sich viel vorgenommen. Sie wollen tschechischen Schülern mehr Möglichkeiten geben, sich mit Deutschland auseinanderzusetzen, die Sprache zu lernen. Nicht zuletzt sollen so auch zukünftige Studenten für deutsche Hochschulen gewonnen werden. Dafür suchten sie aber nicht nur in Tschechien nach Schulen.

„Wir haben in allen Ländern dieser Welt Partnerschulen gesucht, die sich auszeichenen durch einen exzellenten Deutschunterricht, durch die Bereitschaft in den Deutschunterricht, in die Lehre und in die Schüler zu investieren. Und wir wollen gemeinsam mit diesen Schulen ein Netzwerk aufbauen, das 1000 Schulen weltweit umfasst. Die Schulen werden miteinander verbunden sein über gemeinsame Projekte sowohl im Deutschunterricht, aber durchaus auch im Sachunterricht, der auf deutscher Sprache stattfinden kann.“

Drei dieser Schulen sind aus der Tschechischen Republik. Ab sofort werden sie unter anderem mit Materialien und Technik, Weiterbildungen für Lehrer und Schülersprachkursen unterstützt. Den Beginn der Initiative bildete ein Sommersprachkurs in verschiedenen deutschen Städten. Schüler aus 12 Nationen lernten dort Sprache, Land und Menschen näher kennen. Die 18-jährige Hana wurde von ihrem Gymnasium aus Orlova dafür ausgewählt. Den Sommer in Deutschland hat sie genossen.

„Wir haben viele Ausflüge gemacht nach Jena, nach Weimar uns Leipzig. Wir haben aber auch Unterricht gehabt. Aber auch viele Sportaktivitäten, wie Volleyballspielen.“

Hana will später nach Deutschland zurückkommen. Möglicherweise auch für das Stadium.

19-09-2008