„Deutsch in Tschechien“: Neue Informationsreihe des Goethe-Instituts

„Deutsch in Tschechien“, das ist der Titel einer neuen Veranstaltungsreihe des Prager Goethe-Instituts. Das ganze Jahr über werden dort zahlreiche Initiativen vorgestellt, die die deutsche Sprache hierzulande fördern.

Deutsch zu lernen ist gar nicht so einfach. Das soll auch ein Werbespot zeigen, in dem das Goethe-Institut für seine Sprachkurse wirbt. Der Gedanke dahinter: Die Sprache trägt dazu bei, dass ein umfassendes und lebendiges Bild eines Landes entsteht. Und dieses Bild möchte das weltweit tätige Kulturinstitut auch in Tschechien vermitteln. Susan Zerwinsky ist Referentin für Bildungskooperation am Prager Goethe-Institut:

„Wir bemühen uns, in den Gastländern unseres Instituts die deutsche Sprache zu fördern. Das ist eine zentrale Säule unserer Arbeit, und aus diesem Grund entstand auch die Informationsreihe. Wir möchten durch die Veranstaltungen nun auch anderen Institutionen, die kleiner und weniger bekannt sind, ein öffentliches Forum bieten.“

Susan Zerwinsky (Foto: Archiv des Goethe-Instituts)Susan Zerwinsky (Foto: Archiv des Goethe-Instituts) Die neue Veranstaltungsreihe könne man sozusagen als eine regelmäßige Informationsstunde bezeichnen, die sich an Eltern, Schüler, Studierende oder Berufstätige richte. Das Programm gestaltet sich daher vielfältig:

„Unser Programm ist eine bunte Mischung: Vorgestellt werden zum Beispiel Elterninitiativen, die sich für bilingualen Spracherwerb einsetzen, oder Bildungsträger, die schulischen Deutschunterricht besonders unterstützen. Außerdem wird ein Projekt von der Universität Pilsen präsentiert, und besonders freut uns, dass wir auch junge Menschen anwerben konnten, die im Rahmen des Deutsch-Tschechischen Jugendforums ehrenamtlich tätig sind“, sagt Susan Zerwinsky.

Für die Präsentationen öffnet das Goethe-Institut einmal pro Monat die Türen seines Veranstaltungssaales. Den Auftakt machte die Zeitschrift „Freundschaft“. Diese erschien ab 1950 in der Tschechoslowakei und wird bis heute in den beiden Nachfolgestaaten herausgegeben. Chefredakteurin ist Dagmar Toufarová:

„Die Zeitschrift Freundschaft hat eine lange Tradition. Sie dient als ein Hilfsmittel für den Deutschunterricht in Schulen und ist eine Unterstützung neben den eigenen Lehrbüchern. Wir bemühen uns aber auch, dass sie sich nicht nur an unsere Hauptzielgruppe, die Schüler, richtet.“

Vielmehr soll das 16-seitige Magazin jeden ansprechen, der Deutsch lernen möchte: egal ob im Selbststudium, in Sprachschulen oder in Vorbereitung auf eine Sprachprüfung.

„Wir legen jedes Jahr ein Schwerpunktthema der Zeitschrift fest. Vor drei Jahren war das Deutschland, danach dann Österreich, und in diesem Jahrgang ist es die Schweiz. Außerdem gibt es noch verschiedene Rubriken“, so Dagmar Toufarová.

In diesen Rubriken lernen die Leser aus Tschechien und der Slowakei aber auch Geschichte, Geographie und Persönlichkeiten des eigenen Landes besser kennen. Und in kleinen Aufgaben können sie gleichzeitig ihre Grammatikkenntnisse und den Wortschatz erweitern sowie ihr Lese- und Hörverständnis verbessern.