Abgesagte Events und Schulfrei wegen Coronavirus

10-03-2020

Die tschechische Regierung hat weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit beschlossen.

Illustrationsfoto: Lorianne DiSabato, Flickr, CC BY-NC-ND 2.0Illustrationsfoto: Lorianne DiSabato, Flickr, CC BY-NC-ND 2.0

Andrej Babiš (Foto: ČTK / Kateřina Šulová)Andrej Babiš (Foto: ČTK / Kateřina Šulová) Bis Dienstagmittag waren in Tschechien 40 Personen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Sorge bereitete den Behörden vor allem ein Taxifahrer. Der Mann ist der erste Covid-19-Patient, der sich unmittelbar in Tschechien angesteckt hat. Deshalb trat am Dienstag erneut der Nationale Sicherheitsrat zusammen. Das Ergebnis sind weitere radikale Maßnahmen, um die Ausbreitung der Lungenkrankheit einzudämmen. Mehr dazu sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) auf einer Pressekonferenz:

„Mit Wirksamkeit ab dem heutigen 10. März 2020, 18 Uhr, sind folgende Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mindestens 100 Personen verboten: Theater-, Musik-, Film- und künstlerische Vorführungen, ferner sportliche, kulturelle, religiöse, traditionelle und gesellschaftliche Aktionen. Ferner Tanzveranstaltungen, Ausstellungen, Feste, Degustationen, Jahrmärkte, Wochenmärkte oder Messen. Die Maßnahme gilt bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie widerrufen wird.“

Adam Vojtěch (Foto: ČTK / Kateřina Šulová)Adam Vojtěch (Foto: ČTK / Kateřina Šulová) Ausgenommen davon sind laut dem Ano-Politiker Sitzungen des Parlaments und weiterer öffentlicher Institutionen. Eine weitere Maßnahme betrifft die Bildungseinrichtungen hierzulande:

„Mit einer Wirksamkeit ab Mittwoch, den 11. März, ist die persönliche Anwesenheit von Schülern an Grund- und weiterführenden Fachschulen sowie Gymnasien verboten.“

Dasselbe Anwesenheitsverbot gilt zudem für Studierende an den Hochschulen. Kindergärten seien von den neuen Regeln jedoch ausgenommen, wie Gesundheitsminister Adam Vojtěch (parteilos) nach der Sitzung des Sicherheitsrates bekräftigte. Das wäre eine zu große Zumutung für die Eltern, und in Kindergärten seien ohnehin nicht so viele Kinder an einem Ort versammelt, so der Minister.

10-03-2020