Gemeinsam gegen akute Bedrohungen

Arndt Freytag von Loringhoven war knapp drei Jahre lang Deutschlands Botschafter in Prag. Danach wechselt der Diplomat als Geheimdienstkoordinator zur Nato. Doch auch da bleibt für ihn die deutsch-tschechische Zusammenarbeit wichtig.

Arndt Freytag von Loringhoven (Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks)Arndt Freytag von Loringhoven (Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks) Die Welt der Geheimdienste ist ihm nicht fremd. Von 2007 bis 2010 war Arndt Freytag von Loringhoven Vizechef des Bundesnachrichtendienstes. Und bei den Geheimdiensten ist der Diplomat nach Zwischenstationen im Auswärtigen Amt und der deutschen Botschaft in Prag auch jetzt wieder aktiv. Seit gut zwei Jahren leitet er nämlich eine neugeschaffene Koordinationsstelle der Nato für die gemeinsame nachrichtendienstliche Arbeit. Seine Aufgabe sei es nun, zu beobachten und Bedrohungen für die Allianz auszumachen, sagt Loringhoven in einem Exklusiv-Interview für den Tschechischen Rundfunk. Derzeit seien das vor allem der internationale Terror und die Politik Russlands.

Auch auf seinem neuen Brüsseler Posten ist dem gebürtigen Münchner die Zusammenarbeit mit Tschechien wichtig. Immerhin konnte der 61-Jährige ein gutes Netzwerk aufbauen in seiner Zeit als höchster Vertreter der Bundesrepublik an der Moldau. Das war in den Jahren 2014 bis 2016. Die tschechischen Geheimdienste seien sehr professionell und leisten einen großen Beitrag für die Nato, meint Loringhoven gegenüber dem Tschechischen Rundfunk. Und das nicht nur in Bezug auf Osteuropa, sondern vor allem auch auf den Nahen Osten.

Das gesamte Gespräch finden Sie hier als Video.