Zweiter vorläufiger Agrofert-Audit an Tschechien übermittelt

06-06-2019 aktualisiert

Die Europäische Kommission hat einen zweiten Teil des Audits zum mutmaßlichen Interessenskonflikt von Tschechiens Premier Andrej Babiš wegen seines Ex-Konzerns Agrofert an Prag übermittelt. Dies bestätigten am Mittwoch die tschechische Vertretung bei der EU und das Landwirtschaftsministerium. In dem Bericht wurde unter anderem analysiert, ob die EU-Agrarförderung an den Agrofert-Konzern rechtmäßig war. Außerdem soll das Papier Gelder an das Unternehmen Agrotrade behandeln, das in Verbindung mit dem Chef des Agrar-Ressort Miroslav Toman stehen soll. Der Sozialdemokrat wies dies in einer Stellungnahme am Donnerstag jedoch zurück. Er wolle den Bericht genau prüfen lassen, da er eine Reihe von Fehlern enthalte, so Toman.

Laut Berichten der Zeitung Hospodářské noviny ist das Ergebnis des zweiten Papiers vergleichbar mit denen des ersten Audits, der Tschechien vergangene Woche übermittelt wurde. Bereits da wurde Andrej Babiš ein Interessenskonflikt unterstellt und eine mögliche Rückzahlung von Fördergeldern angesprochen. Der Premier selbst lehnt jegliche Anschuldigungen ab und verweist auf den vorläufigen Charakter der Berichte.