Zeman-Partei in SPO umbenannt – Veleba neuer Parteichef

Die Partei des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman versucht einen Neustart. Dazu hat sie auf ihrem Parteitag am Samstag in Prag mehrere Veränderungen vorgenommen. Zunächst strich die SPOZ das „Z“ aus ihrem Namen, was für „Zemanovcí“ (zu Deutsch in etwa Zemans Leute) stand. Die Partei heißt ab sofort nur noch SPO, was übersetzt Partei für Bürgerrechte heißt. Zum neuen Vorsitzenden der SPO wurde der ehemalige Präsident der Agrarkammer, Jan Veleba, gewählt. Veleba erhielt bei der Wahl 111 der abgegebenen 160 Stimmen, er setzte sich damit klar gegen zwei Gegenkandidaten durch.

In seiner Rede vor den Delegierten erklärte Veleba unter anderem, dass die Partei ihr Image unbedingt verbessern müsse. Sie trage den Stempel, in sich zerstritten zu sein. Diese Zerstrittenheit hat bei den vorgezogenen Neuwahlen zum Abgeordnetenhaus im vergangenen Oktober letztlich dazu geführt, dass die SPO(Z) mit 1,5 Prozent Wählerstimmen weit unter ihren Erwartungen geblieben ist. Deshalb sprach auch der Ehrenvorsitzende der Partei, Präsident Miloš Zeman, am Samstag davon, dass die SPO einen Neustart vollziehen müsse. Im Nachhinein sehe er es als seinen persönlichen Fehler an, nicht verhindert zu haben, dass die Wahlkampagne der SPO(Z) als zweite Phase der Unterstützung seines Präsidentschaftswahlkampfes angesehen wurde. Die Partei müsse nun auf eigenen Füßen stehen und sich mehr profilieren. Dazu sei die Namensänderung ein guter Anfang, so Zeman.