Zeitung: Kölner Geiselnehmer hätte nach Tschechien abgeschoben werden können

Der Geiselnehmer vom Kölner Hauptbahnhof hätte laut einem Zeitungsbericht zu einem frühen Zeitpunkt seines Aufenthalts in Deutschland abgeschoben werden können. Der syrische Flüchtling Mohammad A. R. stellte demnach zuerst einen Asylantrag in Tschechien. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) habe aber die dafür bestehende Frist versäumt, berichtete am Freitag der Kölner Stadt-Anzeiger. Eine Sprecherin des Bamf in Nürnberg sagte, die Vorwürfe würden geprüft.

Der heute 55-Jährige hatte am Montag Benzin in einem Schnellrestaurant im Kölner Hauptbahnhof in Brand gesetzt und dadurch eine 14 Jahre alte Kundin schwer verletzt. Anschließend nahm er eine Apothekenangestellte als Geisel, übergoss sie mit Benzin und wollte sie anzünden. Spezialkräfte der Polizei schossen ihn jedoch nieder.