Wirtschaftsrat empfiehlt Fonds zur Finanzierung ärztlicher Aktivitäten

24-02-2011

Gesundheitsminister Leoš Heger und die Wirtschaftsexperten des Nationalen Wirtschaftsrats der Regierung (NERV) haben sich bei ihrem Treffen am Donnerstag in Prag mit der Reform des Gesundheitswesens und ihren wirtschaftlichen Folgen befasst. Beide Seiten kamen überein, dass den Vertretern der Pharmaindustrie in Zukunft die Möglichkeit verwehrt werden sollte, Ärzten zu diktieren, nur Medikamente ihrer jeweiligen Firmen zu verschreiben. Die den Ärzten dank dieser Praxis bezahlten Vergünstigungen und Reisen müssen der Vergangenheit angehören. Der Nationale Wirtschaftsrat der Regierung (NERV) schlägt deshalb die Einrichtung eines Fonds durch die pharmazeutischen Firmen vor, aus denen Bildungsmaßnahmen und weitere Aktivitäten der Ärzte gezahlt würden.

Die Reform des Gesundheitswesens soll eine effektivere Nutzung der 280 Milliarden Kronen bringen, die dem Gesundheitswesen jährlich zukommen. Da das Ressort keine zusätzlichen Finanzmittel aus dem Staatshaushalt erhält, müssen die Gelder für die beschlossene Anhebung der Ärztegehälter innerhalb des Ressorts eingespart werden. Heger will das tschechische Gesundheitswesen an den EU-Standard annähern, Geldverschwendung verhindern und die Finanzen für eine Verbesserung der Pflegequalität und höhere Gehälter im Gesundheitswesen verwenden.