Wegen Mordversuch an Ex-Freundin muss Deutscher neun Jahre in Haft

Der Oberste Gerichtshof in Brno / Brünn hat das Strafmaß für einen jungen Deutschen, der wegen Mordversuchs an seiner tschechischen Freundin bereits verurteilt war, von acht auf neun Jahre erhöht. Ursprünglich war der 25-jährige Nils Antonio Matias Tesoura vom Kreisgericht in Ústí nad Labem / Aussig nur zu fünf Jahren Haft wegen versuchten Totschlags durch Messerstiche verurteilt worden. Im Juli vorigen Jahres kassierte das Obere Gericht in Prag das Urteil und entsprach dem Berufungsantrag der Staatsanwältin. Daraufhin sollte der Mann aus Deutschland für acht Jahre ins Gefängnis. Die erneute und endgültige Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs erfolgte auf Berufung des Obersten Staatsanwalts Pavel Zeman.

Tesoura hat die Messerattacke auf seine ehemalige Freundin aus Litvínov / Leutensdorf im Dezember 2016 ausgeübt. Das Gericht in Ústí begründete sein Urteil von 2017 damit, dass die Straftat des Deutschen eine Folge des frevelhaften Verhaltens der Ex-Freundin gewesen sei. Tesoura habe sie in der Vergangenheit finanziell unterstützt, unter anderem deshalb, weil sie behauptete, dass er der Vater ihres Kindes sei. Später widerrief sie diese Aussage, sagte, er sei nicht der Vater, und verweigerte ihm den Kontakt zum Kind. Mit diesem Lügengeflecht habe er sich nicht abfinden können, benannte das Gericht in Ústí das Motiv für seine Tat.