Wassermangel in Südböhmen stellt Fischzucht vor Probleme

Der Wassermangel in tschechischen Gewässern wird angesichts der anhaltenden Dürre immer offensichtlicher. Wie die Wasserverwaltung in Süd- und Mittelböhmen (Povodí Vltavy) am Dienstag bekanntgab, liegt der Wasserdurchfluss bei der Mehrzahl der regionalen Flüsse unterhalb der Hälfte des Normalwertes für den Monat Juli. Am schlechtesten ist es um die Lužnice bestellt, der dort bei Bechyňe gemessene Wasserdurchfluss beträgt lediglich 11,4 Prozent des langfristigen Mittelwerts. Die Talsperren von Povodí Vltavy seien dagegen weiter zu 90 Prozent gefüllt, sagte ein Sprecher des Staatsbetriebes am Dienstag. Bei einigen Staubecken gehe jedoch die Wasserqualität zurück. Hier drohe die Gefahr einer Blaualgenbildung, ergänzte der Sprecher.

Mit der Wasserknappheit zu kämpfen hat auch der Fischzuchtbetrieb Rybářství Třeboň in Südböhmen. In den Teichen des städtischen Unternehmens fehlt wegen der Trockenheit rund 40 Prozent Wasser. Ein Fischsterben musste die Firma noch nicht feststellen, doch das Gewicht der Zuchtfische lag im Juli unter dem Normalwert der üblichen Jahre. An allen 440 Teichen des Unternehmens muss zudem nonstop eine Technik zur Luftzirkulation der Gewässer eingesetzt werden, informierte der Vorstandsvorsitzende der Firma, Josef Malecha.