VW-Sprecher: Über Verlagerung von Škoda-Betrieben wird nicht verhandelt

Der deutsche Volkswagen-Konzern wird auf der Sitzung seiner Marken-Vertreter am Freitag in Wolfsburg nicht über eine Auslagerung von Škoda-Betrieben ins Ausland entscheiden. Das gab VW-Sprecher Marc Langendorf am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur ČTK bekannt. Laut Langendorf werde es lediglich eine interne Besprechung geben, auf der Tagesordnung stünden keine brisanten Themen.

Die Vermutung, dass eine Verlagerung von Škoda-Produktionsstätten nach Deutschland erfolgen könne, haben zu Beginn dieser Woche die Gewerkschafter des tschechischen Herstellers artikuliert. Es werde zu hitzigen Momenten kommen, falls es eine Umverteilung geben sollte. Konkret hege man die Befürchtung, dass die Produktion des Škoda Superb nach Emden in Norddeutschland verlegt werden könnte, äußerten die Gewerkschafter.

Solche und ähnliche Sorgen werden spätestens seit April dieses Jahres genährt, als der Konzern beschlossen hat, die Montage und Lackierung des Geländewagens Škoda Karoq zum Jahresende nach Osnabrück zu verlagern. Škoda zählt in seiner fast 30-jährigen Zugehörigkeit zu VW mittlerweile zu den Zugpferden des Konzerns. Nach dem Emissionsskandal bei Volkswagen sucht der angeschlagene Konzern nach Mitteln und Wegen, um sein ramponiertes Image wieder etwas aufzupolieren.