Verkaufsverbot zu Weihnachten: Firma Alza.cz verstieß erneut dagegen

28-12-2017

Die Tschechische Handelsinspektion (ČOI) hat ein weiteres Mal Kontrollen zum Verkaufsverbot über die Weihnachtsfeiertage durchgeführt. Von den 111 Überprüfungen verstieß nur eine gegen die Auflagen. Und es traf einen „alten Bekannten“, den größten inländischen E-Shop Alza.cz.

Wie im Vorjahr hat Alza.cz das Verkaufsverbot nicht eingehalten, gab ČOI-Sprecher Jiří Fröhlich am Donnerstag bekannt. Das von der Firma über die Feiertage geöffnete Geschäft war erneut ein Laden mit über 200 Quadratmeter Fläche im Prager Stadtteil Holešovice. Im vergangenen Jahr hatte Alza.cz behauptet, dass man nicht gegen das Gesetz verstoße. Der Laden in Holešovice diene lediglich zur Warenausgabe, zur Behandlung von Reklamationen und zur Präsentation von Produkten der Vertragspartner, erklärte die Firma. Laut Fröhlich aber ist eine Warenausgabe auch ein Bestandteil des Verkaufs.

Vor einem Jahr bekam Alza.cz eine Geldstrafe von 230.000 Kronen (ca. 8950 Euro). Laut dem Gesetzgeber sind für solche Fälle bis zu einer Million Kronen (ca. 39.000 Euro) möglich, im Wiederholungsfall sogar bis zu fünf Millionen Kronen (ca. 195.000 Euro).