Verhandlungen zur Regierungsbildung werden fortgesetzt

28-07-2004

Die Spitzen der Dreiparteienkoalition aus Sozialdemokraten (CSSD), Christdemokraten (KDU-CSL) und der liberalen Freiheitsunion (US-DEU), die sich bereits am Dienstag auf den Programmteil eines neuen Koalitionsvertrages geeinigt hatten, setzten am Mittwoch die Verhandlungen über die Aufteilung der einzelnen Ministerien und die Besetzung der Ministerposten fort. Eines der Ressorts, über die im Zusammenhang mit der Regierungsbildung dieser Tage am häufigsten spekuliert wird, ist das Außenministerium. Inoffiziellen Informationen zufolge soll der christdemokratische Außenminister Cyril Svoboda durch einen Sozialdemokraten abgelöst werden, spekuliert wird aber auch über andere Namen. So wird etwa auch der scheidende EU-Kommissar Pavel Telicka als Kandidat für die Leitung des Außenamts genannt. Die Christdemokraten jedoch verlangen einstweilen in offiziellen Stellungnahmen, alle ihre Ressorts behalten zu können. Eine Schlüsselfrage bei der Kabinettsbildung besteht auch darin, ob der Chef der Christdemokraten, Miroslav Kalousek, selbst ein Ministerium übernehmen wird.