Václav-Havel-Menschenrechtspreis für Tschetschenen Titiew

Der tschetschenische Menschenrechtsaktivist Ojub Titiew wurde mit dem Václav-Havel-Menschenrechtspreis der Parlamentarischen Versammlung des Europarats ausgezeichnet. Diue Ehrung wurde am Montag in Straßburg verliehen. Titiew, der knapp zehn Jahre lang das Büro der Menschenrechtsorganisation Memorial in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny leitete, sitzt seit Monaten wegen angeblichen Drogenbesitzes in Untersuchungshaft. Memorial befasst sich unter anderem mit Gräueltaten in Tschetschenien oder erinnert an die Verbrechen der Stalin-Ära. In Russland steht die 1988 gegründete Organisation massiv unter Druck.

Mit dem Václav-Havel-Preis zeichnet der Europarat seit 2013 Menschenrechtsaktivisten aus. Der Preis ist mit 60 000 Euro dotiert und benannt nach dem verstorbenen Bürgerrechtler und Präsidenten der Tschechischen Republik.