Unternehmen Sokolovská uhelná beginnt mit dem Kohleausstieg

22-11-2019

Das nordwestböhmische Bergbau-Unternehmen Sokolovská uhelná a.s. beginnt mit der schrittweisen Reduzierung der Kohleförderung in seiner Region. In den nächsten zwei Jahren verlieren dadurch rund 1000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Die Gründe für den Rückgang der Förderleistung sind der öffentliche Druck gegen die weitere Verbrennung von Kohle und die steigenden Preise im Emissionshandel. Gegenwärtig hat die Firma zirka 3000 Arbeitnehmer, weitere 700 arbeiten in Tochterfirmen.

Der für die Bergbaufirma zuständige Kreis Karlovy Vary / Karlsbad will in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt die Umschulung und Arbeitsvermittlung der zu entlassenden Beschäftigten organisieren. Dazu hilft den Behörden ein Förderprogramm zum regionalen Strukturwandel aus Brüssel, das die EU-Kommission vor kurzem bewilligt hat. Bezüglich einer Unterstützung durch den tschechischen Staat ist man jedoch enttäuscht. Auf diesem Gebiet habe man in Prag bisher so gut wie gar nichts getan, kritisiert der Aufsichtsratsvorsitzende und Mehrheitsbesitzer des Förderunternehmens, František Štěpánek.