Über 20 Menschen erinnern in Studénka an Bahnunglück im Jahr 2008

Am Denkmal für die Opfer des Bahnunglücks im Jahr 2008 im nordmährischen Studénka / Stauding sind am Mittwoch rund zwei Dutzend Menschen zusammengekommen, um das Andenken der damals Verunglückten zu ehren. Am 8. August vor genau zehn Jahren war der Eurocity „Comenius“ in eine Brückenkonstruktion gerast, die unmittelbar zuvor auf die Gleise stürzte. Acht Menschen sind bei dem Unglück getötet, 90 weitere verletzt worden. Die zum Gedenken erschienenen Bürger legten am Denkmal Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Unter ihnen waren Verwandte der Opfer, damals Mitreisende, aber ebenso Menschen, die vom Unglück nicht betroffen sind.

Nur wenige Tage vor dem Gedenkakt hat die Tschechische Bahn (ČD) bekanntgegeben, dass sie den nach einem Unfall bei Studénka beschädigten Pendolino-Schnellzug zwischen Ende August und Anfang September wieder im Bahnverkehr einsetzen werde. Hierbei handelt es sich allerdings um ein Unglück vom Juli 2014, als der Pendolino auf einem Bahnübergang mit einem polnischen Lkw kollidierte. Bei diesem Zusammenprall starben drei Menschen und einige Dutzend weitere wurden verletzt. Die Reparatur des beschädigten Schnellzuges kostete über 200 Millionen Kronen (8 Millionen Euro), informierte Bahnsprecher Petr Šťahlavský. Die Schuld für den Unfall hatte der Lkw-Fahrer, der bei Rot auf den Bahnübergang fuhr, diesen aber nicht schnell genug überqueren konnte.