Tschechischer Verkehrsminister droht Zuganbieter Arriva mit Vertragsauflösung

15-01-2020 aktualisiert

Der Deutsche-Bahn-Tochter Arriva droht in Tschechien eine Auflösung des Vertrags über den Betrieb mehrerer regionaler Bahnstrecken. Sein Ressort werde dies in Erwägung ziehen, falls die Serviceleistungen des Unternehmens auch weiterhin nicht den Qualitätsansprüchen genügten, teilte Verkehrsminister Vladimír Kremlík (parteilos) über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Aktuell erhält Arriva für Mängel beim Betrieb von Zügen in Tschechien insgesamt 670.000 Kronen (26.800 Euro) Strafe. Hinzu kämen noch weitere Sanktionen für Verspätungen und Verstöße gegen den Fahrplan, schrieb Kremlík.

Arriva bedient seit dem Fahrplanwechsel im Dezember mehrere regionale Bahnstrecken in Tschechien. Seitdem haben Inspektoren des tschechischen Bahnamtes insgesamt 23 Züge von Arriva kontrolliert. Dabei stellten sie mehrere Mängel fest. Diese reichten von Problemen beim Ticketverkauf, über unbeheizte Züge bis zu Sprachproblemen zwischen den Zugbegleitern und Lokführern.

Außer an das Verkehrsministerium muss der Zugbetreiber auch eine Strafe in Höhe von 815.000 Kronen (32.600 Euro) an den Kreis Liberec / Reichenberg zahlen.