Tschechische Apotheker protestieren gegen Margensenkung

30-12-2005

Tschechische Apotheker wollen ihre Apotheken schließen, um gegen die vom Gesundheitsministerium beschlossene Reduzierung des Handelszuschlags für alle apothekenpflichtigen Arzneimittel von 32 auf 29 Prozent zu protestieren. Die Arzneimittelpreisverordnung, in der die neue Margensenkung festgeschrieben wurde, ist nach Meinung der von der Apothekerkammer angesprochenen Rechtsanwälte nicht gültig. Dies sei, so Lubomir Chudoba, Präsident der Tschechischen Apothekerkammer, auf einen formalen Fehler in der Jahresangabe zurückzuführen, nach der sich die Apotheken bereits das ganze Jahr 2005 hätten richten müssen. Abgesehen davon sind die Apotheker gegen die neue Maßnahme, weil diese eine 15-prozentige Kürzung ihrer Einkünfte zur Folge haben und dadurch die weitere Existenz eines Viertels der insgesamt 2200 Apotheken im Lande gefährden würde. In den einzelnen Regionen, wo insbesondere Apotheken in den ländlichen Gebieten bedroht sind, mehren sich nach Informationen von Chudoba die Stimmen, die nach einer Schließung der Apotheken rufen.