Tschechiens Politiker nehmen an Feiern zu 100 Jahren Republik in der Slowakei teil

Dank der Entstehung der Tschechoslowakei vor 100 Jahren haben die Tschechen und Slowaken nach Meinung von Präsident Miloš Zeman deren Nationalität und Sprache nicht verloren. Das sagte der tschechische Staatspräsident am Dienstag während der Feierlichkeiten in der slowakischen Stadt Martin / St. Martin in der Turz. Trotz der Auflösung der Tschechoslowakischen Föderation Ende 1992 seien die Tschechen und Slowaken in der EU wieder zusammengekommen, erklärte Zeman. Er ist davon überzeugt, dass es in der Welt keine zwei Völker gibt, die sich näher stehen würden, als das tschechische und das slowakische Volk. Tschechische und slowakische Politiker erinnern in Martin an die Unterzeichnung der sogenannten Martiner Deklaration.

Die Politiker legten am Vormittag Kränze am Gebäude nieder, in dem am 30. Oktober 1918 die sogenannte Martiner Deklaration erlassen wurde. Slowakische Volksvertreter, die sich selbst als Slowakischer Nationalrat bezeichneten, stimmten durch die Deklaration des slowakischen Volkes dem Beitritt ihres Landes zu einem gemeinsamen Staat mit den Tschechen bei.