Tschechien liefert Banker Bugajewski nicht nach Russland aus

07-08-2019

Die Tschechische Republik wird den russischen Banker und ehemaligen bedeutenden Politiker Alexander Bugajewski nicht in sein Heimatland ausliefern. Das hat Justizministerin Marie Benešová (parteilos) so entschieden, teilte der Sprecher des Ministeriums am Mittwoch mit. Medieninformationen zufolge behauptet die russische Seite, dass Bugajewski die Banken des Riesenlandes um umgerechnet zirka 40 Millionen Euro erleichtert haben soll. Bugajewski war in der Polit-Ära von Präsident Boris Jelzin Vizepremier der damaligen russischen Regierung und Vizepräsident der Russischen Zentralbank (RZB), bevor er sich zu den reichsten Männern Russlands profilierte. Seiner Aussage nach sei die Causa gegen ihn politisch motiviert, und deshalb habe er in Tschechien um politisches Asyl ersucht.

Der Finanzier Bugajewski war im Januar 2018 auf der Grundlage eines internationalen Haftbefehls in Tschechien festgenommen worden. Das Prager Stadtgericht hat daraufhin entschieden, dass eine Auslieferung des Mannes nach Russland gemäß der tschechischen Rechtsordnung zulässig sei. Diese Einschätzung wurde im vergangenen Jahr vom Oberen Gericht bestätigt.